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Andacht vom 03.07.2014:

Gedenkt des HERRN in fernem Lande und lasst euch Jerusalem im Herzen sein! Jeremia 51,50b

Jeremia war über 40 Jahre lang ein Prophet. Er wuchs unter der schlimmen Herrschaft Manasses auf und begrüßte daher die Reformen Josias. Aber er musste schließlich erkennen, dass diese Reformen nur äußerlich waren; sie veränderten nicht das Leben der Menschen, ihr Herz, ihre Motive. So musste Jeremia im Auftrag Gottes das unausweichliche Gericht ankündigen.

Babylon wurde (wie V. 20 des Kapitels sagt), zum "Hammer" Gottes für viele Völker. Das Exil Israels in Babylon war Folge ihrer Sünden, ihres Ungehorsams. Aber Jeremia wusste auch, dass die Zeit Babylons begrenzt sein und Gott sein Volk nicht auf ewig verwerfen würde. In seiner Barmherzigkeit würde er einen neuen Anfang schenken. Deshalb mahnte Jeremia sein Volk, sich dem Gericht Gottes zu unterwerfen und Jerusalem im Herzen zu behalten.

Manchmal ist es ja so, dass man die Bedeutung eines Menschen oder einer Lebenssituation erst dann erkennt, wenn sich die Umstände verändert haben. Bis zu diesem Punkt ist alles nahezu selbstverständlich - und dann fehlt plötzlich etwas oder jemand.

Als die Israeliten in Babylon die Gefangenschaft zu spüren bekamen, erinnerten sie sich an Jerusalem, den Tempel und die wunderbare Führung Gottes durch die Jahrhunderte. Psalm 137 spricht von dieser Sehnsucht: "An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten." (V. 1)

Bedenken wir, dass "Babylon" in der Bibel eine besondere theologische Bedeutung hat: Sie beginnt mit der Rebellion gegen Gott beim Turmbau zu Babel (1 Mo 11) und endet mit dem Fall Babylons in der Offenbarung (18,2-24). Und im vorletzten Kapitel der Bibel wird beschrieben, wie "die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommt" (Off b 21,2). Eine ungetrübte Gemeinschaft mit Gott wartet auf die, die sich Jesus anvertraut haben.

Zurzeit leben wir - mit den Worten Jeremias ausgedrückt - "im fernen Lande". Haben wir "Jerusalem im Herzen"? Dass das nicht mit einer träumerischen Weltflucht verwechselt werden darf, zeigte Jeremia selbst, indem er das Volk aufrief, in der Gefangenschaft "der Stadt Bestes" zu suchen (Jer 29,7). Sie sollten dabei allerdings sich der Gegenwart Gottes bewusst bleiben und seine Verheißungen im Herzen bewahren. Das dürfen wir sicherlich auch auf unsere Zeit übertragen.

Günther Machel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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