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Andacht vom 18.04.2006:

Ins Dunkel springen

Es ist aber der Glaube das feste Vertrauen auf das Erhoffte, ein Überzeugtsein von dem, was man nicht sieht. Hebräer 11,1 (Jerusalemer Bibel)

Der Volksmund sagt: "Glauben heißt: nicht wissen." Manchmal gebrauchen wir diese Redewendung als Entgegnung auf eine Vermutung unseres Gesprächspartners. Wenn wir als Christen von Glauben sprechen, meinen wir dann auch eine ungewisse Vermutung?

Ein kleines Mädchen fragte: "Vati, was heißt glauben?" Der Vater überlegte einen Augenblick und sagte dann: "Ich werde es dir später erklären." Eines Tages hatte der Vater im Keller zu tun. Der einzige Weg dahin führte durch eine Falltür. Seine kleine Tochter wollte auch in den Keller kommen, aber es war keine Leiter da. "Vati, ich will zu dir!" "Dann spring einfach herunter", antwortete der Vater, "ich werde dich auffangen." Das Mädchen zögerte. Es konnte den Vater nicht sehen, denn der Keller lag wie ein dunkles Loch vor ihm. "Aber Vati, ich kann dich ja gar nicht sehen, ich kann überhaupt nichts sehen", rief das Kind. "Aber ich sehe dich", antwortete der Vater. "Du springst, und ich werde dich auffangen. Meine Arme sind jetzt ausgebreitet." Im nächsten Augenblick sprang das Mädchen in die Dunkelheit hinein, direkt in die ausgebreiteten Arme des Vaters. Es wusste sicher, dass der Vater bereitstand, um es aufzufangen, auch wenn es ihn nicht sehen konnte.

Manchmal geht es uns ähnlich wie dem Mädchen. Wir fühlen uns unsicher, wie vor einem dunklen Loch, und können Gott nicht sehen. Trotzdem konnte der Schreiber des Hebräerbriefs sagen, dass der Glaube eine Überzeugung ist, ein festes Vertrauen.

Wie kommt man dahin? Kann man glauben, ohne zu sehen? Die Tochter konnte voller Vertrauen springen, denn sie kannte ihren Vater und wusste, dass er sie sieht. So ist es auch für uns wichtig, dass wir Gott, unseren himmlischen Vater, kennen und immer besser kennen lernen. Durch das Studium der Bibel, durchs Gebet, durch Gespräche mit anderen Christen und durch eigene Erfahrungen lernen wir Gott immer besser kennen und wachsen dadurch im Vertrauen zu ihm. Wir dürfen deshalb wissen, dass er uns sieht und auffängt, wenn wir fallen.

Roland E. Fischer

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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