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Erschienen in:Top Life Aktuell 400

Weintrauben

Der kostbare Saft

Die Weintraube ist ? nach der Orange ? die am zweithäufigsten angebaute Obstart weltweit. Leider gelangt nur ein kleiner Teil der angebauten Weintrauben als Tafelobst in den Handel. Der weitaus größere Anteil wird für die Herstellung alkoholischer Getränke, vor allem von Wein, verwendet. Die Heilkräfte der Traube sind der Menschheit schon seit langem bekannt. Dass man in den Mittelmeerländern, in denen der Weinanbau mehrere tausend Jahre zurückreicht, weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen beobachtet als beispielsweise in Nordeuropa, ist nach Meinung von Ernährungswissenschaftlern unter anderem der Wirkung bestimmter schützender Inhaltsstoffe in der Weintraube zuzuschreiben. Die wichtigsten Nährstoffe der Weintraube sind Zucker (Anteil schwankt zwischen 15 und 30%) und Vitamine. Mit ihren 0,11 mg Vitamin B6 pro 100 g gehört die Weintraube zu den Frischobstsorten mit dem höchsten Gehalt dieses Vitamins. Sie wird darin nur von tropischen Früchten wie Avocado, Banane, Gherimoya, Guaveapfel oder Mango übertroffen. Die Vitamine B1,B2 und Niacin sind ebenfalls in höheren Mengen als bei den meisten anderen Obstarten enthalten.

Das Multitalent

Die Weintraube ist ein Nahrungsmittel, das unsere Zellen mit Energie versorgt und hilft, die Arterien, insbesondere die Herzkranzgefäße, gesund zu erhalten. Darüber hinaus wirkt sie abführend, entgiftend, harntreibend, gegen Blutarmut und die Bildung von Tumoren.

Anwendungsgebiete

Herzerkrankungen: Weintrauben sind bei allen Herzkrankheiten sehr zu empfehlen:

  • Sie liefern Energie in Form von Einfachzuckern, die der Herzmuskel für seine Kontraktionen braucht.
  • Weintrauben sind stark kaliumhaltig und besitzen auch Kalzium und Magnesium, Mineralstoffe, die für die Herztätigkeit benötigt werden.

Demgegenüber enthalten Weintrauben kaum Natrium und gesättigte Fettsäuren, die beiden größten ?Feinde? von Herz und Gefäßen.

Erkrankungen der Herzkranzgefäße: Kalkablagerungen an den inneren Wänden der Herzkranzgefäße oder krampfartige Verengungen kommen relativ häufig vor und äußern sich als Angina pectoris oder Herzinfarkt, wenn die Blutversorgung des Herzens durch die Verengung der Gefäße vollständig unterbrochen wird. Die in Trauben enthaltenen phenolischen Stoffe (Flavonoide und Resveratrol) haben positive Wirkungen auf die Durchblutung der Arterien, v. a. der Herzkranzgefäße:

  • Sie wirken gefäßerweiternd, lösen so Arterienkrämpfe und erhöhen den Blutstrom.
  • Sie setzen die Blutgerinnung und somit die Gefahr der Bildung von Blutgerinnseln herab. Damit verringert sich das Risiko von Verstopfungen der Arterien als Folge der Kalkablagerungen (Arteriosklerose).
  • Sie hemmen die Oxidation des Cholesterins und verhindern damit Ablagerungen an den Innenwänden der Arterien und somit Arteriosklerose. Die mit Weintrauben und Traubensaft durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass Früchte und Saft die Arterien erweitern, die Fließeigenschaften des Blutes verbessern und Cholesterinablagerungen an den Arterieninnenwänden vorbeugen. Hier kann man mit Fug und Recht von einem herz- und kreislaufschützenden Nahrungsmittel sprechen!

Darf es auch Wein sein?

Die gleiche schützende Wirkung auf Herz und Kreislauf wie von Weintrauben und Traubensaft geht auch vom Rotwein (nicht Weißwein) aus. Bei seiner Herstellung bleibt nämlich ein Teil der in der Weintraube enthaltenen Wirkstoffe erhalten. Dennoch weist Rotwein gegenüber Weintrauben und Traubensaft einige Nachteile auf: Zum einen fehlen ihm die meisten Zucker und Vitamine, die in der frischen Frucht vorhanden sind. Zum anderen enthält er Alkohol ? für den Körper ein Giftstoff mit zahlreichen gesundheitsschädlichen Effekten. Die frische Frucht und der Saft sind dem Wein in ihrer herzschützenden Wirkung daher weit überlegen ? und neben-wirkungsfrei!

Vorbeugung ist entscheidend

Menschen deren Herzkranzgefäße angegriffen sind, werden feststellen, dass ihr Herz mit kleinen Anstrengungen immer besser zurechtkommt, wenn sie im Sommer und Herbst regelmäßig Weintrauben sowie Rosinen und Traubensaft in der übrigen Zeit des Jahres zu sich nehmen. Auch Herzinfarktpatienten in der Rehabilitation sollten regelmäßig Weintrauben essen, um das Fortschreiten der Verkalkung der Herzkranzgefäße (koronare Arteriosklerose) aufzuhalten.

Bei welchen Krankheiten Weintrauben besonders zu empfehlen sind:

  • Arteriosklerose (?Arterienverkalkung?)
  • Thrombose
  • Blutarmut aufgrund von Eisenmangel
  • Lebererkrankungen
  • Hämorrhoiden
  • Darmerkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Gicht und Harnsäureüberschuss
  • Abgeschlagenheit (Asthenie)
  • Krebserkrankungen

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