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Verfasser: Pierre Intering
Erschienen in:Top Life Aktuell 402

Auf der Suche nach dem Sinn

Ostern einmal anders

(c) photos.com
Nicht nur die Kirchen, sondern auch die Geschäfte erinnern uns an das nahende Osterfest. Kein Wunder. Während so manche Pfarrer und Pastoren vor fast leeren Kirchenbänken predigen, stürmen sechsmal pro Woche die Menschen die Verkaufsräume der Supermarktketten. In den schmalen Gängen mit den vollgeräumten Regalen bietet sich ihnen mehr als in den weiten, fast leeren Räumen der Kirche. Man kann seinen Einkaufswagen gar nicht so geschickt lenken, dass man nicht doch plötzlich vor einem hohen Stapel Schokohasen und poppig bemalten Eiern steht. Das Angebotsschild korrigiert meine fast herzlose Bezeichnung ? es sind natürlich Osterhasen und Ostereier. Was das Ganze allerdings mit Ostern zu tun hat, weiß wohl kaum jemand.

Von Hasen und Eiern

In Büchern über alte Volksbräuche findet man die Bedeutung von Hase und Ei: Beide sind uralte Symbole der Fruchtbarkeit, die hartnäckig die Zeiten überdauert haben. Schon die Ägypter verwendeten bunt bemalte Eier als Opfergaben. Dadurch wollten sie sich von den zuständigen Göttern Fruchtbarkeit sichern lassen. Wenn wir heute Symbole verwenden und Bräuche beachten, ohne den Sinn zu hinterfragen, beweisen wir damit wohl nur die Macht von Gewohnheiten. Denn Weihnachten, Ostern und manch anderer Brauch unserer scheinbar christlichen Kultur haben oft mehr mit Tradition und Romantik zu tun als mit unserem persönlichen Glauben.

Fruchtbarkeit ganz anderer Art

Der Hase und die Eier lenken eher von der echten Bedeutung des Osterfestes ab. Was damals im alten Jerusalem geschah, hatte sehr wohl etwas mit Leben zu tun ? dem aber ein dramatischer Tod vorausging. Als Jesus von jüdischen Priestern verleumdet und verspottet wurde, schien alles zu Ende zu gehen, was sich seine Nachfolger erträumt hatten. Mit jedem Schlag der römischen Soldaten sank die Hoffnung auf eine Wende. Sogar der sonst so furchtlose Petrus wagte es nicht, sich in dieser Situation zu Jesus zu bekennen. Kurze Zeit vorher drängten sich die Leute um ihn, doch jetzt wollte sich keiner mehr offen zu ihm bekennen ? aus Furcht vor Spott und Verfolgung. Später schämten sich seine Jünger für ihr Verhalten. Dass Jesus schließlich am Kreuz einen qualvollen Tod starb, können wir letztendlich nicht nur den Römern oder den Juden anlasten. Die Römer fanden keinen Grund, Jesus zu töten. Obwohl die Grundsätze Jesu mit den ihren nicht viel gemeinsam hatten, hielt er sich aus der Politik heraus und unterstützte keinen Aufruhr. Pilatus war von seiner Unschuld überzeugt. Dennoch hatte er Angst vor der Macht der öffentlichen Meinung. Die beteiligten Juden waren wohl diejenigen, die Jesu Tod forderten, aber viele Jahrhunderte vor jenen verhängnisvollen Tagen schrieb Jesaja in prophetischer Voraussicht über den wahren Grund des Todes Jesu: ?Er wurde verachtet, von allen gemieden. Von Krankheit und Schmerzen war er gezeichnet. Man konnte seinen Anblick kaum ertragen. Wir wollten nichts von ihm wissen, ja, wir haben ihn sogar verachtet. Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen. Wir aber dachten, diese Leiden seien Gottes gerechte Strafe für ihn. Wir glaubten, dass Gott ihn schlug und leiden ließ, weil er es verdient hatte. Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft - und wir?? Jesaja 53, 3-5 hfa Die Bibel erklärt: Es war unsere Schuld, die Christus ans Kreuz brachte. Er nahm unsere Strafe auf sich, die wir durch unsere Lügen, unseren Stolz und Unmengen von größeren und kleineren Vergehen verdient hätten. Zwar können wir nach wie vor dem Tod nicht ausweichen, doch wir haben eine großartige Perspektive. Jesaja beschreibt das so: ?Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt.? Jesaja 53, 5 hfa (2. Teil) Jesus Christus kann uns von der tödlichen Krankheit der Sünde befreien. Wenn wir uns ihm und seinem Wort öffnen, werden wir frei von sündigen Abhängigkeiten und erleben einen bisher unbekannten Frieden.

Ewiges Leben

Jesus blieb nicht im Grab. Er wurde von seinem himmlischen Vater wieder ins Leben zurück geholt. Sogar seine Jünger, die ihn doch liebten, konnten es anfänglich kaum glauben. Sie standen vor dem leeren Grab und hörten fassungslos die Worte: ?Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?? (Luk. 24, 5) Ostern hat tatsächlich etwas mit Suchen und Beschenktwerden zu tun. Die Frauen am Grab Jesu suchten den Leichnam und wurden mit der unfassbaren Botschaft der Auferstehung beschenkt. Zu Ostern, wie wir diese Tage heute bezeichnen, befanden sich die ersten Christen im Wechselbad der Gefühle. Ihr umjubelter Christus fand sich plötzlich vor einem grausamen Tribunal und starb einen furchtbaren Tod. Sie hatten große Hoffnungen in ihn gesetzt und wurden bitter enttäuscht. Dann folgte das ungläubige Staunen, als sie vom leeren Grab und der Auferstehung erfuhren. Als sie ihm schließlich begegneten, erlebten sie eine bis dahin unbekannte Freude und tiefen Frieden. Die beiden Emmaus-Jünger, mit denen Jesus als Erstes sprach, bekannten: ?Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?? Lukas 24, 32 LÜ Brennende Herzen, die endlich das biblische Wort begriffen ? auch das war Ostern. Die Suche nach Wahrheit und Frieden hatte ein Ende. Die Menschen, die sich zu Jesus Christus bekannten und ihm nachfolgten, fanden ein neues Leben und eine sichere Hoffnung: Jesus Christus versprach, wiederzukommen und die Menschen, die seinem Wort glauben, in eine neue Welt zu nehmen (Johannes 14). Selbst der Tod kann nichts an diesem Versprechen ändern: ?Christus wird wiederkommen. Als Erste werden die auferstehen, die im Glauben an Christus gestorben sind.? 1.Thess. 4, 16 (2.Teil) hfa So wie Jesus von den Toten auferstand, so werden auch die auferweckt, die ihm vertrauen. Ewiges Leben in einer neuen, vollkommenen Welt ? das ist die schönste Aussicht, die Menschen nur haben können. Jesus möchte uns aber jetzt schon ein sinnerfülltes Leben schenken. Dieses neue Leben können wir auch heute noch finden. Dann, und nur dann, hat Ostern echten Sinn.

 

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