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Verfasser: Pierre Intering
Erschienen in:Top Life 403

Vom Ozon und anderen Phänomenen

Ungleichgewicht auf vielen Ebenen

Seit einigen Jahren erscheint das Thema "Ozon" regelmäßig in den Schlagzeilen. Kaum freuen wir uns über ein paar richtig schöne, heiße Sommertage, kommen schon wieder Warnungen: "Menschen, die besonders empfindlich auf Ozon reagieren, sollten körperliche Anstrengungen an heißen Tagen vermeiden oder sie nur während der Vormittagsstunden ausüben." Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen oder Asthmaanfälle können für empfindliche Menschen die Folgen einer zu hohen Ozonbelastung sein. Noch vor wenigen Jahren waren solche Folgen unbekannt. Auch das Ozonloch ist noch kein allzu altes Thema. Erst in den 70er-Jahren stellte eine britische Forschungsgruppe die dramatische Abnahme des Ozons in der unteren Stratosphäre über der Antarktis fest.

Von Fortschritt und Rückschritt

Natürlich wird die Technik immer ausgereifter und der Wissensstand nimmt immer mehr zu. Deshalb entdecken wir Dinge, die uns bisher unbekannt waren. Trotzdem müssen wir uns aber eingestehen, dass wir nicht nur mehr Technik und Wissen, sondern auch mehr Probleme haben - mit weitreichenden Folgen. Zwar haben wir so manche Krankheiten in den Griff bekommen, dafür plagen uns aber andere umso kräftiger. Krebs und Allergien sind z. B. zwei Begriffe, die typisch für unsere Zeit sind. Heute scheint schon fast jeder Mensch an dem einen oder anderen zu leiden. Kaum jemand kennt die zahlreichen Krebsarten und -risiken. Noch unübersichtlicher wird es bei den Allergien. Dafür werden die Auswirkungen immer bekannter: Die Augen rinnen, die Nase läuft, die Haut juckt - es ist wirklich nicht mehr lustig. Was ist los? Das war doch früher nicht! Was reizt uns so - im wahrsten Sinne des Wortes?

Auf der Suche nach Antworten

Ein Mediziner würde diese Fragen in Bezug auf Allergien mit etwa folgendem Satz beantworten: "Eine Allergie ist eine spezifische Änderung der Immunitätslage des Organismus im Sinne einer krankmachenden Überempfindlichkeit." Einfach ausgedrückt heißt das: Unser Körper verträgt einige Stoffe nicht mehr. Er reagiert recht "sauer" auf das, was ihm vorher eigentlich egal war. Plötzlich werden Haselnüsse, Milch oder Katzenhaare, wenn schon nicht lebensgefährlich, dann aber mindestens lebensfeindlich.

Auch wenn Krebs etwas völlig anderes ist, gibt es doch Parallelen: Der Körper spielt auf einmal völlig verrückt. Innerhalb kurzer Zeit wachsen unkontrolliert Zellen im Körper und zerstören lebensnotwendige Funktionen.

Auf ähnliche Weise leidet auch unser Planet: Ozon verschwindet, dort wo wir es eigentlich benötigen. Dafür konzentriert es sich - zu unserem Leidwesen - dort, wo es giftig und krankmachend wirkt. Viele Probleme, mit denen wir heute kämpfen, kommen im Grunde genommen nur aus einem Ungleichgewicht. Eine vorher vollkommene Ordnung scheint immer mehr durcheinander zu geraten.

Was ist schuld?

Die Schuldfrage wird zu einem Spielball, der von einem zum anderen weitergereicht wird. Letztendlich kommen wir aber um einige Fakten nicht herum: Diese Phänomene begannen mit der Industrialisierung, dem Einsatz von Chemie - angefangen bei der Düngung bis zum Geschmacksstoff in den Lebensmitteln und einer Welt, die immer künstlicher wird. Dass die Natur bei dem Raubbau einerseits und der künstlichen Regulierung andererseits nicht mehr mitspielt, sollte eigentlich niemanden verwundern. Auch aus unserem Lebensstil, ob es den Beruf oder die Freizeit betrifft, verschwindet das Natürliche immer mehr. Die Folge ist: Wir werden immer kränker - an Leib und Seele. "Die Zunahme psychischer Störungen ist alarmierend" - so lautete der Gmündner-Ersatzkasse-Gesundheitsreport.

Was ist mit mir?

Es lässt sich so schön über etwas und andere klagen. Wenn wir aber ehrlich zu uns selber sind, müssen wir zugeben, dass wir großen Einfluss auf unser eigenes Wohlbefinden nehmen können. Das betrifft z. B. unseren Speiseplan. Das, was vom Regal der Supermarktkette in den Einkaufswagen gehievt wird, ist oft mehr als bedenklich. Dabei geht es nicht um ein einzelnes Produkt. Die Summe macht es aus. Wenn wir berücksichtigen, was der Körper an künstlicher oder an schwer verdaulicher und überflüssiger Nahrung verkraften muss, dann ist es kein Wunder, dass der Wohlstand uns nicht gesünder, sondern krank macht. Abgesehen von falscher Ernährung gibt es weitere zahlreiche Gewohnheiten, die uns alles andere als stärken: Bewegungsarmut, zu wenig Schlaf und vieles mehr. In Kombination mit vergifteter Luft und belastenden Böden ist es eigentlich erstaunlich, dass es uns nicht noch schlechter geht. Also machen wir munter weiter, bis es uns persönlich trifft.

Umkehr

Als Jesus die Menschen zur Umkehr aufrief, betraf das ihren leblosen, traditionellen Glauben und ihren Umgang miteinander. Die Menschen sollten sich wieder auf ihre Herkunft und ihre Bestimmung besinnen. Der Glaube an den Schöpfer dieser Welt sollte sie zu etwas Besserem beeinflussen. Dieser Ruf zur Umkehr ist heute notwendiger denn je und betrifft auch unsere krankmachende Lebensweise an Körper, Seele und Geist.

Wir als Einzelne können nicht das giftige Ozon verschwinden lassen, wir können nicht auf einen Schlag die Industrien abschaffen oder den Verkehr ausschalten. Wir können aber Schritt für Schritt wieder zu einer natürlichen, gesunden Lebensweise zurückkehren. Und vor allem: Wir können auch unseren Geist und unsere Seele vor dem Gift bewahren, das uns seelisch krank macht. Machen wir uns mit dem biblischen Wort vertraut, das uns in allen Lebenssituationen etwas zu sagen hat - was z. B. den Umgang mit anderen, aber auch mit uns selbst betrifft. Wir werden eine neue Lebensqualität erleben, die wir nie mehr missen möchten. Nach dem Versprechen Jesu wird uns dann auch die Zukunft offen stehen - im wahrsten Sinne des Wortes: "Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben ..." Joh. 5, 24

Nützen wir die stillen Urlaubstage, um in Ruhe über unser Leben, über die Beziehung zu anderen, speziell aber über unser Verhältnis zum Schöpfer nachzudenken. Wir werden zwar nicht das Ungleichgewicht in der immer kaputter werdenden Welt aufheben können, aber in unserem persönlichen Leben werden wir trotzdem Frieden und Freude erfahren, wie wir sie vorher nie gekannt haben.

 

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