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Andacht vom 29.11.2006:

Was haben wir in der Hand?

Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen. Der HERR sprach zu ihm: Was hast du da in deiner Hand? Er sprach: Einen Stab. 2. Mose 4,1.2

Es war zu keiner Zeit leicht, Gottes Bote zu sein. Das erlebte schon Mose - und so ist es bis heute geblieben.

Es war in einem kleinen Postamt. Ein älterer Mann stand vor dem Schalter und sagte ärgerlich: "Ach, hören Sie doch auf, von Gott zu reden - den brauchen wir nicht mehr! Der kostet uns nur Geld!"

Die Postbeamtin blieb die Antwort schuldig. Da wandte ich mich an den Herrn und fragte: "Sie lehnen Gott ab? Kennen Sie denn die Bibel? Die meisten Menschen, die so reden wie Sie, haben die Bibel gar nicht gelesen und kennen Gott nur vom Hörensagen!" Darauf antwortete er mir schroff: "Aber ich brauche Gott nicht!" Dann drehte er sich um und ging.

Nun wandte sich die Frau hinter dem Schalter an mich und erzählte: "Wir hatten früher eine Nachbarin, deren Mann ganz plötzlich während einer Urlaubsreise starb. Die Frau kam mit ihren beiden kleinen Kindern von zwei und vier Jahren allein zurück. Mein Mann sagte eines Abends zu mir: ,Lass uns diese junge Frau besuchen, um ihr Mut zu machen und etwas Trost zu geben.' Aber nicht wir trösteten sie, sondern sie uns. Sie nahm ihr unbegreifliches Geschick im festen Vertrauen auf sein Wort aus Gottes Hand." Und sie fügte hinzu: "Diese junge Nachbarin gehörte zur Adventgemeinde." Wie leicht fiel es mir an jenem Morgen, zu bekennen: "Ich gehöre auch zu dieser Gemeinde."

Wenn ein Glaubensgespräch mit so negativem Beginn noch positiv ausgeht, kann man sich nur freuen. Aber was ist, wenn wir nur Ablehnung und Spott ernten? Dann ist die Gefahr der Resignation groß - wie damals bei Mose. Glücklicherweise zeigt der biblische Bericht, dass Mose im Gespräch mit Gott blieb und Hilfe erfuhr. Durch einen einfachen Hirtenstab wurde er ermutigt und befähigt, als Bote des Allmächtigen zu wirken.

Dass weckt in mir die Frage: Was hat Gott uns in die Hände gelegt? Womit sollten wir ihm dienen?

Er, der mit Mose gewesen ist, ruft auch uns in den Dienst, dass wir seine Boten sein sollen. Und wenn wir uns rufen lassen, dürfen auch wir erfahren, dass Gottes Kraft gerade "in den Schwachen mächtig" ist. (2 Ko 12,9) Auch wenn wir nichts weiter als einen Hirtenstab haben.

Johann Wanitsche

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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