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Andacht vom 19.12.2006:

Mann im Schatten

Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. Josef aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen. Matthäus 1,18.19

Von Maria spricht die ganze Welt, wenn es um die "Weihnachtsgeschichte" geht - wer aber spricht von Josef? Irgendwie ist er in all dem faszinierenden Geschehen um die Geburt des Gottessohnes in Bethlehem immer eine Randfigur geblieben, die fast gänzlich im Hintergrund einer überwältigenden Szenerie verschwindet. Dabei war er es, der die größte Last zu tragen hatte. Schließlich war es keineswegs erfreulich, eine Frau zu heiraten, die bereits von einem anderen Mann schwanger war. Für die Schwangere bedeutete das in der Regel den Tod, damals in Israel, und für den "gehörnten" Ehemann die größte Blamage seines Lebens.

Beides mutete Gott dem Josef zu, und schon an dieser Stelle wird erkennbar, dass der Allmächtige sich was dabei dachte, als er sich hinsichtlich der praktischen Umsetzung des Erlösungsplans nicht nur für Maria, sondern auch für Josef entschied. Der Mann konnte nämlich nicht nur hart arbeiten, sondern auch seelische Lasten aushalten - und bei all dem hatte er jederzeit ein Ohr für Gottes Stimme, die ihm auch unter schwierigsten Bedingungen den Weg wies. Er war der Mann im Hintergrund, der nicht nur seine kleine, seltsame Familie zusammenhielt, sondern durch seine Liebe, Geduld und Tragfähigkeit wesentlich dazu beitrug, dass Gottes Plan gelingen konnte. Einen wie ihn hat der Allmächtige dringend gebraucht - und bis heute ist es so geblieben.

Ja, sie sind wichtig für Gottes Werk, die vorn auf großer Bühne stehen und ihre Gaben und Fähigkeiten dafür einsetzen, Tausende zur Entscheidung für Christus zu motivieren. Aber nach wie vor braucht er auch dringend die anderen, die Stillen, die niemand sieht oder hört, weil sie in den Kulissen stehen und treu und zuverlässig ihre Arbeit tun - "Josefsarbeit", ohne die auch die Gemeinde Jesu, seine "Familie" von heute, nicht existieren könnte.

Wir haben allen Grund, nicht nur heute an sie zu denken, für sie zu beten, für ihren Dienst zu danken. Und wenn du selbst zu diesem Kreis gehörst, dann lass dir heute sagen: Eine(n) wie dich hat der Allmächtige dringend gebraucht!

Friedhelm Klingeberg

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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