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Andacht vom 09.04.2007:

Wenn der Hahn kräht ...

Darin übe ich mich, allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben vor Gott und den Menschen. Apostelgeschichte 24,16

Geplagt vom schlechten Gewissen nach einem Gebet im Frankfurter Dom hat sich ein gescheiterter Bankräuber der Polizei gestellt. Der Obdachlose aus Frankfurt am Main hatte versucht, eine Bank in der Innenstadt zu überfallen. Er verschwand jedoch wieder, als der Bankangestellte ihn nicht ernst nahm. Der 41-Jährige ging daraufhin in den Dom, um zu beten. Danach beschloss er, der Polizei zuvorzukommen und sich zu stellen.

Es ist gar nicht so einfach, nach seinem Gewissen zu handeln, denn man kann in viele Konflikte dadurch geraten. Als Jesus seinen Jüngern sagte, dass sie ihn alle verlassen werden, meinte Petrus: "Wenn dich auch alle anderen verlassen - ich halte zu dir!" (Mt 26,33 Hfa) Obwohl Jesus entgegnete: "In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen" (V. 34), war sich Petrus sicher, er würde das nie tun.

Als Jesus im Garten Gethsemane verhaftet werden sollte, schlug Petrus mit seinem Schwert auf einen der Soldaten ein und hieb dessen rechtes Ohr ab. Obwohl Jesus Petrus befahl, sein Schwert wieder einzustecken, gab dieser nicht auf und folgte Jesus bis zum Palast des Hohepriesters. An der Tür zum Innenhof wurde er gefragt: "Gehörst du nicht auch zu den Jüngern dieses Mannes?" (Jo 18,17 Hfa) Petrus verneinte und erhielt Einlass.

In der Nacht wurde es kalt und er wärmte sich mit den Bediensteten an einem Feuer. Sie fragten ihn, ob er nicht auch ein Jünger Jesu sei. Petrus leugnete erneut. Doch einer, der bei der Verhaftung Jesu dabei war, ließ nicht locker und sprach ihn nochmals an. Da bekam Petrus große Angst, und bevor der Hahn krähte, hatte er Jesus dreimal verleugnet.

Anschließend weinte Petrus bitterlich, er hatte versagt und das Gewissen plagte ihn, doch er konnte das Geschehene nicht mehr rückgängig machen.

Nach Jesu Auferstehung begegneten sich beide wieder. Dreimal fragte Jesus: "Simon... hast du mich wirklich lieb?" (Jo 21,17 Hfa) Aufrichtig antwortete der: "Du weißt doch auch, wie sehr ich dich liebe!" (V. 16) Jesus vergab ihm.

Paulus sprach ganz bewusst davon, dass er sich darin "übt", ein unverletztes Gewissen zu haben. Auch wir müssen dies üben, denn wir versagen leider immer wieder. Wenn dann das Gewissen schlägt, sollten wir an Petrus denken, unser Versagen eingestehen und mit Jesu Hilfe wieder versuchen, unserem Gewissen zu folgen.

Holger Teubert

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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