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Andacht vom 14.05.2007:

Fünfzig Tage nach Golgatha

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Apostelgeschichte 2,1.2

Geht man heute auf die Straße, um ganz normale Zeitgenossen nach der Bedeutung von Pfingsten zu fragen, erntet man meist ratloses Kopfschütteln. In Zeiten wie diesen, wo man "Golgatha" vielerorts für den Namen einer Zahncreme hält, vermag derlei Unkenntnis allerdings kaum zu überraschen. Da ist es dann auch nicht verwunderlich, dass kirchliche Feiertage, deren Sinn ohnehin kaum jemand noch kennt und versteht, mehr und mehr zur arbeitsmarktpolitischen Manövriermasse verkommen.

Christen, die Gottes Wort ernst nehmen, sollten auch heute noch (oder wieder neu) wissen, worum es tatsächlich geht, wenn "Pfingsten" auf dem Kalender steht. Der 50. Tag nach dem Passafest (griech. pente-koste, "der Fünfzigste") war nämlich schon vor 2.000 Jahren ein Tag mit langer Tradition und großer Bedeutung im alten Gottesvolk. Er erinnerte an die Gesetzgebung auf dem Berg Sinai 50 Tage nach dem Auszug aus Ägypten. An diesem Tag begann das Fest der ersten Früchte, weil die Getreideernte eingebracht war (siehe 3 Mo 23,15.16; 5 Mo 16,9.10), und zu diesem besonderen "Erntedankfest" kamen mehr Pilger aus aller Welt nach Jerusalem als zu jedem anderen der großen jüdischen Feste.

Bei Pfingsten handelte es sich also keineswegs um eine "christliche Erfindung", sondern Gott nutzte sozusagen den bestmöglichen Termin, um einem alten jüdischen Feiertag eine neue, tiefere Bedeutung zu geben. Pfingsten wurde damit zum "Geburtstag" der christlichen Gemeinde, und wenn der Herr Geburtstag feiert, dann kommt Bewegung in die Welt. Petrus, Johannes, Jakobus und die anderen Jünger haben das damals am eigenen Leibe erfahren. Gottes Geist (nicht Gottes Gesetz) rüstete sie aus und trieb sie "bis an das Ende der Erde" (Apg 1,8), damit die gute Botschaft von der Erlösung durch Christi Tod und Auferstehung allen Menschen bekannt wurde und sie sich erretten lassen konnten (siehe Apg 2,40).

Was damals möglich war, das kann sich heute wiederholen - auch in deiner Gemeinde und deinem Leben, denn die Verheißung des Heiligen Geistes gilt allen Nachfolgern Jesu (siehe V. 38.39)!

Friedhelm Klingeberg

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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