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Andacht vom 11.07.2007:

Der lange Weg der Adoption

Aus Liebe hat [Gott] uns dazu bestimmt, seine Söhne und Töchter zu werden - durch Jesus Christus und im Blick auf ihn. Das war sein Wille und so gefiel es ihm. Epheser 1,5 (Gute Nachricht Bibel)

Viele antike Inschriften bezeugen, dass im alten Griechenland häufig Menschen adoptiert wurden. Ein reicher Grieche ist kinderlos, ohne Erben, aber er besitzt viele Sklaven. Einer überragt alle anderen an Charakter, Bildung und Talenten. Der Mann hat ihn lieb gewonnen und adoptiert ihn nun. Er wird dadurch sein Sohn und Erbe. Der einstige Sklave ist jetzt ein freier Mann und sein einstiger Herr ist nun sein Vater.

Gott hat auch uns als seine Kinder adoptiert, aber nicht wegen unserer guten Leistungen, Fähigkeiten oder sonstigen Vorteile. "Aus Liebe hat er uns dazu bestimmt, seine Söhne und Töchter zu werden." Mit nichts haben wir das verdient. "Das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist." (1 Ko 1,28) Deshalb haben wir keinen Grund, auf uns stolz zu sein, aber umso mehr, uns Gott dankbar zu erweisen.

Ein König hatte keinen Erben und suchte einen Nachfolger, der in diese Aufgabe hinein wachsen sollte. Aus einer Gruppe spielender Kinder wählte er sich einen Jungen aus und sagte ihm, dass er einmal König werden würde, wenn er sich wie ein Königssohn benähme. In einem Jahr wollte er wiederkommen und sehen, was aus ihm geworden ist. Doch das Ergebnis war enttäuschend, der Versuch misslang.

In einem Märchen sucht ein König ebenfalls einen Nachfolger. Auch er fand einen Jungen auf der Straße, der ihm geeignet erschien. Doch er nahm ihn gleich mit an seinen Hof und stellte ihm einen Hofmarschall zur Seite, der Tag und Nacht bei ihm war. Stets erinnerte der ihn an die großartige Zukunft, die vor ihm lag. Immer wieder sagte er zu ihm: "Majestät, Sie sind ein Königskind. Ein Königskind benimmt sich so und so." Trotz mancher Rückfälle entwickelte sich dieser Junge doch zu einem würdigen König.

Gott hat uns als Jesu Nachfolger bereits jetzt als seine Söhne und Töchter angenommen und uns als Erben eingesetzt. Er tut das nicht erst, wenn wir uns bewährt haben. In unsere Herzen hat er uns den Heiligen Geist als Beistand und Erzieher gegeben (siehe Gal 4,6), der uns daran erinnert, was wir sind, und uns immer wieder sagt, wie wir leben sollen, uns ermahnt und korrigiert. So können wir der Aufforderung des Apostels nachkommen: "Lebt so, wie Gott es von denen erwartet, die er zu seinen Kindern berufen hat." (Eph 4,1 Hfa)

Kurt Selchow

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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