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Andacht vom 23.07.2007:

Gott sieht den Einzelnen!

Schaut Abraham an, euren Vater, und Sara, von der ihr geboren seid. Denn als einen Einzelnen berief ich ihn, um ihn zu segnen und zu mehren. Jesaja 51,2

In der biblischen Urgeschichte (1 Mo 1-11) geht es um gewaltige Ereignisse und einschneidende Begebenheiten. Da entfaltet sich die Schöpfung des Kosmos und des Menschen vor unseren Augen, da zerbricht durch den Sündenfall die Beziehung zum Schöpfer, da ziehen Mord und Tod ins menschliche Leben, da teilt sich die Menschheit in Gottesfürchtige und Gewalttätige und da vergeht die erste Welt in der Universalkatastrophe der Sintflut.

Doch plötzlich brechen diese gewaltigen Szenen ab und der biblische Schreiber lenkt unsere Aufmerksamkeit auf einen Einzelnen und seine Familie: Abraham aus Ur in Mesopotamien (1 Mo 12). Wer jetzt erwartet, dass der Autor etwas über die sumerischen Stadtstaaten und das Großreich der Akkader berichten wird, über die ersten Großkönige und Feldherren, wird schwer enttäuscht sein. Nicht einmal von den Schätzen von Ur (1 Mo 11,31), die heute das Britische Museum bereichern, lesen wir etwas, und wenn von Ägypten die Rede ist (1 Mo 12,10), wird seiner Glanzzeit im Mittleren Reich kaum Erwähnung geschenkt.

Stattdessen berichten vierzehn Kapitel von einem einfachen Nomaden, der der Weltgeschichte unbekannt ist, von seinem Familiendrama, seinen Reisen, seinen Erfahrungen und seinem unverbrüchlichen Vertrauen zu Gott. Spätestens hier wird dem Leser ein Licht aufgehen. Gott will uns in seinem Wort nicht über Weltgeschichte, Kunstgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Religionsgeschichte informieren - obwohl von all dem auch etwas in der Bibel steht -, Gott will uns Heilsgeschichte enthüllen.

Und dies bedeutet offensichtlich, dass Gott dabei seine eigenen Wege geht. Nicht mit den Großen dieser Welt und ihren Schöpfungen baut er sein Reich, sondern mit Kleinen und Unbekannten: mit dem Wanderer Abraham, mit dem Flüchtling Jakob, mit dem Sklaven Joseph, mit dem Hirten Moses, mit dem Bauernvolk Israel und in diesem mit den Fischern aus Galiläa, mit den verachteten Zöllnern und Frauen und letztlich mit dem, der "nichts hatte, wo er sein Haupt hinlegen konnte" (Lk 9,58).

Der Einzelne, du und ich, hat großen Wert in den Augen Gottes. Nicht Macht, Pracht und Masse zählen, sondern der Einzelne, der wie Abraham Gott vertraut und aus dem Glauben heraus handelt. So wurde ein einfacher Mensch aus Mesopotamien zum Glaubensvater des Volkes Gottes und der Wanderprediger aus Nazareth zum Erlöser der Welt.

Hans Heinz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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