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Andacht vom 05.10.2007:

Von Kürbissen und Nüssen

Du Mensch, vergiss nicht, wer du bist! Du kannst dir doch nicht herausnehmen, Gott zu kritisieren! Sagt vielleicht ein Gebilde aus Ton zu seinem Bildner: "Warum hast du mich so gemacht?" Und hat ein Töpfer nicht das Recht, aus einem Tonklumpen zwei ganz verschiedene Gefäße zu machen: eines, das auf der Festtafel zu Ehren kommt, und ein anderes als Behälter für den Abfall? Römer 9,20.21 (Gute Nachricht Bibel)

Manchmal verstehe ich Gott nicht und bin mit dem, was er tut, ganz und gar nicht einverstanden. Ich jedenfalls würde manches anders machen. Geht es dir vielleicht ähnlich?

Mir ist da eine Geschichte hilfreich geworden, die ich im Herbst während einer Rundreise in Kappadokien gelesen habe.

An einem warmen Herbsttag ging ein Mann spazieren, um frische Luft zu schöpfen. Er kam an einem Kürbisfeld vorbei, an dessen Rand ein großer Walnussbaum stand. Da er müde geworden war, setzte er sich in den Schatten des Baumes. Von dort aus hatte er das Kürbisfeld direkt im Blick. Manche Kürbisse waren so groß wie Kohlköpfe, andere erreichten den Umfang eines großen Wasserkessels.

Er lehnte sich an den Baum, betrachtete die großen Früchte und verglich sie mit den Nüssen am Baum. Dabei dachte er: "Es ist schon merkwürdig, dass die kleinen Nüsse an so starken Ästen hängen, die riesigen Kürbisse dagegen an so zarten Ranken wachsen! Was mag sich Gott nur dabei gedacht haben? Angemessen ist das nicht! Wenn ich der Schöpfer gewesen wäre, hätte ich am Nussbaum die Kürbisse und an den zarten Ranken die Nüsse wachsen lassen."

Just in dem Augenblick fiel ihm eine reife Walnuss auf den Kopf. Er sprang erschrocken auf und sagte: "Lieber Gott, mache es nur so, wie du es für gut hältst. Wenn du dich nach mir gerichtet und die Kürbisse an den Nussbaum gehängt hättest, wäre mir das schlecht bekommen."

Ja, was wäre wohl aus mir geworden, wenn es mehr nach meinem Denken und Wollen gegangen wäre als nach Gottes Willen? Mir wäre im Laufe meines Lebens mancher "Kürbis" auf den Kopf gefallen und hätte mich übel zugerichtet. So sind es meist nur "Nüsse" gewesen, die mich trafen und nicht allzu viel Unheil anrichteten - und mir manchmal hilfreich waren.

Mir hilft diese Geschichte, manches klarer zu sehen und mich zurückzuhalten, wenn ich versucht bin, mit Gott zu "rechten", oder wenn ich mich innerlich an seinem Handeln reibe. Wie Paulus sagt: Wir sollten nicht vergessen, wer wir sind!

Gerhard Meliert

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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