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Andacht vom 21.10.2007:

Die Axt aus dem Baum

Du warst ein glänzender, schirmender Cherub und auf den heiligen Berg hatte ich dich gesetzt; ein Gott warst du und wandeltest inmitten der feurigen Steine. Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen wurdest, bis an dir Missetat gefunden wurde ... Weil sich dein Herz erhob, dass du so schön warst, und du deine Weisheit verdorben hast in all deinem Glanz, darum habe ich dich zu Boden gestürzt und ein Schauspiel aus dir gemacht. Hesekiel 28,14.15.17

Einst lebte ein Mann, so heißt es in einer Geschichte, der viel über die Welt und ihre Geheimnisse nachdachte. Am meisten quälte ihn die Frage, wie wohl das Böse in die Welt gekommen sein mochte. Doch so sehr er sich auch mühte, er fand keine befriedigende Antwort. Immer wieder dachte er: "Es ist doch Gottes Welt und aus Gottes Hand kann nur Gutes hervorgehen. Wie kommen da böse Menschen aus dem Guten?"

Eines Tages traf es sich, dass jener Grübler unterwegs einen Baum erblickte, der sich mit einer Axt unterhielt. Die sprach zum Baum: "Was dir zu tun nicht möglich ist, ich kann es tun. Ich kann dich fällen, du mich aber nicht." Der Baum erwiderte der eitlen Axt: "Vor einem Jahre schlug jemand das Holz, aus dem er deinen Stil gefertigt hat, mit einer anderen Axt aus meinem Leib." Als der Mann diese Rede hörte, meinte er, eine Antwort auf seine Frage zu hören, wie denn Böses aus Gutem stammen könne. Doch war es ihm nicht möglich, seine Gedanken in Worte zu fassen.

Die Axt in dieser Geschichte hatte vergessen, dass sie eigentlich von dem Baum stammte, den sie fällen wollte. Ähnlich verhält es sich mit dem Engelfürsten Luzifer. Als er vergaß, wer ihn erschaffen hatte und woher er kam, geriet die Lawine der Sünde ins Rollen - alles unter sich begrabend und fast unaufhaltsam.

Bei uns Menschen ist das nicht anders. Sobald wir Gott aus den Augen verlieren, beginnt sich das Räderwerk des Bösen zu drehen - fast unaufhaltsam. Was sollen wir tun? Der beste Schutz gegen die Sünde ist nicht das Gesetz, sondern die Liebe. "Liebe Gott und tue, was du willst." (Aurelius Augustinus) Das ist alles andere als eine Aufforderung zur Zügellosigkeit, denn die Liebe ist die größte und stärkste Verpflichtung zu einem Leben, wie Gott es will. Wer weiß, dass er von Gott geliebt wird, will und kann gewisse Dinge nicht mehr tun. Die Liebe Christi hat uns die größte aller Freiheiten gegeben - nicht die Freiheit zu sündigen, sondern die Freiheit, nicht zu sündigen. Nur in der Rückbesinnung auf Gott ist es möglich, dass dem Bösen in und um uns Einhalt geboten wird und sich das Gute durchsetzt. Vielleicht erleben wir ja gerade heute etwas davon.

Günther Hampel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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