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Andacht vom 08.12.2007:

Schizophren?

Und doch will ich jubeln, weil mir Gott hilft, der Herr selbst ist der Grund meiner Freude! Habakuk 3,18 (Hoffnung für alle)

Habakuk sieht das Ergebnis der Invasion der Feinde: Die Feigenbäume grünen nicht, die Weinstöcke bringen keinen Ertrag, Oliven sind nicht zu ernten, auf den Feldern wächst kein Getreide, die Schafe sind zerstreut, die Viehställe stehen leer (siehe Hab 3,16.17). Ein Bild voller Trostlosigkeit.

Habakuk sagt, wie es sein wird. Er schaut nicht weg und macht sich keine Illusionen. Er sieht auf die kommende Wirklichkeit - und auf Gott, seinen Herrn und treuen Begleiter. Deshalb kommt er zu dem Schluss: "Aber ich will mich freuen des HERRN und fröhlich sein in Gott, meinem Heil." (V. 18)

Auch heute präsentiert sich die Welt ziemlich trostlos, ähnlich wie in Habakuks Zeit: Gewalt gegen Menschen, rücksichtslose Herrscher, Kriege, Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit (siehe Hab 2,5-12). Kriege auf dieser Welt erschrecken uns. Diktatoren und Weltverbesserer lassen in uns Wut aufkommen. Unser Mitgefühl mit den Geschundenen dieser Welt hinterlässt bei uns Spuren der Trauer und Machtlosigkeit. Ungerechte Behandlung, auch unter und durch Christen, macht uns oft sprachlos.

Hier dürfen und müssen wir innehalten. So tat es auch Habakuk. Sein Blick und sein Innerstes richteten sich auf das, was der Gewalt und dem Unrecht entgegensteht. Es ist Gott der HERR!

Er steht über allem Geschehen dieser Welt. Und er wird einmal richten (siehe Hab 3,6.13.14). Gott möchte unseren Blick auf sein verborgenes Wirken lenken. Er möchte uns die Gewissheit schenken, dass sich seine Verheißungen einmal erfüllen werden, auch wenn es jetzt noch nicht so aussieht (siehe Hab 2,3).

Habakuk setzt deshalb an die Stelle von Verzweiflung oder Resignation Freude und Jubel. Auf den ersten Blick wirkt es als krasser Gegensatz. Und doch ist es der Weg, um frei zu werden für klare Gedanken und für eine lebenswerte Zukunft. Freude, nicht künstlich erzeugt und nicht als Verdrängung, sondern aus der Überzeugung, dass durch Gott dennoch das Ziel erreicht wird. Das führt zur Gelassenheit, zu einem klaren Kopf und dem Bewusstsein, dass einer über uns und dem Weltgeschehen steht, der einmal eingreift und Klärung schafft. Einer, der uns den Weg frei macht für ein harmonisches, angst- und sorgenfreies Leben.

Er, "der Herr selbst ist der Grund meiner Freude!" So kann "der Gerechte ... durch seinen Glauben leben" (Hab 2,4).

Hans-Joachim Scheithauer

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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