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Andacht vom 21.02.2008:

Bei Nichtgefallen, einfach wegsehen!?

Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst. Wer das Wort nur hört, aber nicht danach handelt, ist wie ein Mensch, der sein eigenes Gesicht im Spiegel betrachtet: Er betrachtet sich, geht weg, und schon hat er vergessen, wie er aussah. Jakobus 1,22-24 (Einheitsübersetzung)

In meiner Kinderzeit stand in einem dunklen Flur ein Garderobenspiegel. Er hatte einen kunstvoll gedrechselten Rahmen aus schwarz gebeiztem Holz. Antik wirkte auch das Spiegelglas; an einigen Stellen war es blind geworden. Wenn man die kleine Leuchtstoffröhre oberhalb des Spiegels anknipste, bekam man ein sanft verschwommenes Abbild des eigenen Gesichtes zu sehen, an einigen Stellen war es leicht verzerrt, fremd, geheimnisvoll. Als kleines Mädchen schlich ich öfter zu diesem Spiegel, stellte mich auf die Zehenspitzen und versuchte zu erkennen, ob ich wirklich "so" aussah ...

Heute hängen gut ausgeleuchtete Spiegel in jedem Zimmer meiner Wohnung. Sie liefern ein unbestechliches Spiegelbild, und das ist mir wichtig, denn wenn ich einen schwarzen Fleck auf der Nase habe, möchte ich das - bitte schön - erfahren. Es ist mir lieber, der Spiegel zeigt mir meine Schwachstellen, als wenn die Leute auf der Straße über mich kichern oder hinter vorgehaltener Hand tuscheln.

Wenn ich meine "Flecken" im Spiegel erkenne, kann ich sie wegwaschen. Die Erkenntnis der eigenen Fehler beseitigt sie noch nicht. Dazu brauchen wir etwas anderes, nämlich die Gnade und Vergebung Gottes und seine verändernde Kraft. Wenn ich mich mit einer Analyse meiner Schwachpunkte zufrieden gebe und meine: "So bin ich eben, so müsst ihr mich nehmen", bleibe ich auf halber Strecke liegen. Die Bibel zeigt uns ja nicht nur unsere Schwächen und Sünden auf. Sie hilft uns auch, diese Probleme zu lösen. Sie will uns mit dem in Kontakt bringen, der darauf spezialisiert ist, Flecken abzuwaschen und den "Stoff" zu imprägnieren, so dass wir uns beim nächsten Mal vielleicht gar nicht mehr so schmutzig machen...

Doch am Anfang steht die Selbsterkenntnis, die uns durch das vorurteilsfreie Lesen der Bibel geschenkt wird. Und dabei wird es nicht bleiben, wenn wir wirklich verstanden haben, was Gottes Gesetz uns sagen will. Wenn wir unseren Schöpfer und Erlöser Jahwe als "Gott" erwählt haben, wenn er die Nummer 1 in unserem Leben ist, dann werden wir nicht mehr lügen, stehlen, morden, die Ehe brechen, den anderen beneiden. Dann hilft uns die enge Beziehung zu unserem Gott, auch so zu leben, wie er es will.

Sylvia Renz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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