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Andacht vom 05.05.2008:

Hinter den Kulissen, ein mächtiger Kampf

Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Psalm 73,23.24

Der Schriftsteller Karl Hüllweck erzählt von einem verkrüppelten Mann, der schon als Kind viele körperliche und seelische Schmerzen erlitten hatte. Völlig verbittert erfährt er eines Tages auch noch, dass sein Vater an dem allen ursächlich Schuld trage. Der einzige Freund, den er überhaupt akzeptiert, spielt ihm eine Bibel zu. Eines Abends humpelt der Mann im Schneesturm zur Kirche. Dort wird sein Herz durch das Altarbild von der Kreuzigung Jesu bewegt, und die Bibelworte vom "leidenden Gottesknecht" (Jes 53) wecken in ihm Vergebungsbereitschaft. Jetzt begreift er sein Schicksal als Sühne für des Vaters Schuld und söhnte sich innerlich mit ihm aus.

Wie jener Mann leiden auch heute unzählige Menschen. Und mancher hat sich dabei mit dem gepeinigten Hiob verglichen. Doch durch dessen Lebensgeschichte lässt Gott auch den tieferen Sinn aller Not in der Welt hindurch scheinen. Im Hintergrund des Weltgeschehens tobt ein erbitterter Kampf der antigöttlichen Mächte gegen Gott und seine Getreuen.

Asaf, ein Sänger und Psalmdichter am Tempel zu Jerusalem, schlägt sich mit der Frage herum, warum es denen, die nicht nach Gott fragen, oft so "blendend" geht, während die, die sich zu Gott halten, manchmal kaum "über die Runden" kommen (Ps 73,lff.). Ruhe und Geborgenheit findet er erst, als er ins Heiligtum geht, also die Lösung bei Gott sucht (V. 16.17).

Ich kenne Menschen, die fast alles verloren haben: die Arbeit, ein Kind, den Ehepartner, Gesundheit, Hab und Gut. Tief getroffen gerieten sie in tiefe Krisen, zweifelten an Gott, wurden depressiv. Manche haben es dennoch gewagt, neu anzufangen, und spürbar Gottes Beistand und Hilfe erfahren. Einer von ihnen sagte mir: "Ich muss das jetzt so nehmen, wie es ist - was soll ich anderes machen?" Direkt helfen konnte ich ihm nicht. Doch mit zunehmender Heilung kehrte auch sein Lebensmut zurück, und er fand im vorsichtig wachsenden Vertrauen wieder Trost und Halt bei Gott.

So bewahrt der Allmächtige Menschen, die auf ihn hoffen, auch in notvoller Zeit. Zwar nicht immer vor Leid und Gefahr, aber doch in aller Not, indem er ihnen nicht von der Seite weicht. Wer wie Asaf beten kann, ist gut dran: "Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an." (Ps 73,23.24)

Albrecht Höschele

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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