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Andacht vom 10.05.2008:

Beten - wem hilfts?

In dieser Hoffnung stärkt uns die Gewissheit, dass auch ihr fürbittend für uns einsteht. So soll nun auch aus vielen Herzen ein Dankgebet aufsteigen für die gnädige Errettung, die so viele für uns [von Gott] erfleht haben. 2. Korinther 1,11 (Ludwig Albrecht)

Immer wieder lohnt es sich, über Gebet und Fürbitte nachzudenken. Natürlich weiß Gott, wessen wir - oder die, für die wir beten - bedürfen, ehe wir darum bitten (Mt 6,8). Dennoch fordert die Bibel dazu auf, zu beten und Fürbitte zu leisten. Und das wollen wir ja auch tun; ist uns doch Jesus ein Vorbild auch in der Fürbitte. In Hiob 42,10 heißt es: "Als Hiob für seine Freunde betete, da wendete der Herr für ihn alles zum Guten." (Hfa)

Im heutigen Andachtstext dankt Paulus dafür, dass die Christen in Korinth für ihn beten. Im Buch Hiob ist zu lesen, welch positive Wirkung die Fürbitte auch für den Beter hat. Sie hilft also nicht nur denen, für die wir beten, sondern hat auch Rückwirkungen auf uns. Denn Fürbitte bedeutet, dass wir uns mit dem, für den wir bitten, identifizieren und seine Bedürfnisse zu den unseren machen. Das heißt, sich ihm gleichzustellen, mitzufühlen mit dem, der krank ist oder von einem Unglück getroffen wurde, uns nicht über den zu erheben, der in Schuld geraten ist. Jesus hat uns das alles glaubhaft vorgelebt. In dieser Weise ist auch seine Forderung zu verstehen: "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch verfolgen." (Mt 5,44) Das gilt nicht nur hinsichtlich derer, die uns verfolgen - das kommt hierzulande wohl nicht so häufig vor -, sondern auch im Blick auf diejenigen, die uns beleidigen oder schlecht über uns reden. Für sie zu beten bedeutet nicht, ihr Verhalten gutzuheißen, aber es ist eine Möglichkeit, nicht mit "gleicher Münze" heimzuzahlen, oder der Versuch, Gott mit in die Angelegenheit einzubeziehen. Dadurch werden positive Kräfte frei, deren Ausmaß wir kaum ermessen können. Ich halte es für echte Mitarbeit am Reiche Gottes, wenn wir für andere danken und sie segnen können. Fürbitte ist ein zutiefst priesterlicher Dienst.

Es gibt Menschen, die uns sozusagen als "Last" auferlegt sind, und zwar so, dass wir tagsüber immer wieder an sie denken. Das wiederum wird uns täglich Anlass sein, unser Verhältnis zu Gott zu überdenken oder auch neu zu ordnen und ihn um Kraft zu bitten. So werden wir dankbar sein in der Gewissheit, dass auch für uns gebetet wird. In seinem Brief an die Christen in Philippi schreibt Paulus: "Ich bete darum, dass eure Liebe immer reicher und tiefer wird und dass ihr immer mehr Weisheit und Einsicht erlangt." (Kap. 1,9) Keine Frage, wir dürfen uns in dieses Gebet eingeschlossen fühlen.

Heinz Weigmann

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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