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Andacht vom 12.05.2008:

Gespräch unter Freunden

Der Herr aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. 2. Mose 33,11

Eine der schönsten Definitionen von "Beten" heißt: Beten ist reden mit Gott wie mit einem Freund. Wie redet man mit einem Freund? Wie häufig? Wie lange? Worüber? In welchen Situationen?

Mose beispielsweise sprach mit Gott über alles, was ihm Sorgen bereitete. Er holte sich immer wieder Rat bei dem, der ihm zum Führer eines recht schwierigen (widerspenstigen) Volkes ernannt hatte. Rat holen, das tun wir bei Freunden, von denen wir wissen, dass sie uns - mit unseren Stärken und Schwächen - sehr gut kennen und unsere Situation verstehen. Gott kann beides optimal, weil er unser Innerstes, unsere Beweggründe, kennt, dazu auch noch unsere Vergangenheit und sogar die Zukunft!

Bei einem guten Freund kann man auch Frust ablassen, klagen und schimpfen. Das tat Mose auch bei Gott. Andere Beter der Bibel - wie der König und Liederdichter David - auch. Wie tröstlich, dass wir uns bei Gott nicht besonders fromm anstellen müssen, sondern so reden dürfen, wie es uns gerade zumute ist! Und so häufig, wie wir wollen, wenn es sich um einen guten und geduldigen Freund handelt.

Das ist bei Gott besonders leicht, da er 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche "Sprechstunde" hat: Die Gefahr, dass wir ihm mit unseren Gebeten "auf den Wecker" gehen, ist ausgeschlossen. Allerdings gehe ich davon aus, dass er sich besonders freut, wenn wir zu ihm ohne Bitten kommen, sondern um ihm zu danken und zu sagen, wie viel er uns bedeutet ("loben" nennt das die Bibel). Ich schließe das aus dem Vergleich mit dem Gespräch unter Freunden: Würden wir es nur dann suchen, wenn wir Probleme oder Bitten haben, könnte man dann von einer echten "Freundschaft" sprechen?

Wenn Freunde miteinander reden, dann entsteht ein echter Dialog, d. h. keiner von beiden redet die ganze Zeit. Hier liegt eine der Schwächen in meinem Beten: Meistens bin ich es, der redet. Kaum, dass ich fertig bin, sage ich "Amen!" (so möge es geschehen), dann stehe ich auf bzw. wende mich anderen Dingen oder Menschen zu. Und Gott? Gebe ich ihm überhaupt die Chance, etwas zu sagen? Akustisch hörbar, wie Mose das erlebte, wäre mir am liebsten. Aber Gott verfügt über zig Möglichkeiten, uns zu antworten und uns seine außergewöhnlich große Liebe zu zeigen.

Eli Diez-Prida

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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