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Andacht vom 13.06.2008:

habenwollen.at

Du sollst nicht versuchen, etwas an dich zu bringen, das deinem Mitmenschen gehört, weder seine Frau noch seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel, noch irgendetwas anderes, das ihm gehört. 2. Mose 20,17 (Gute Nachricht Bibel)

Diesem Gebot liegt das Begehren zugrunde, einer begleitenden Triebkraft im Leben. Das 10. Gebot, von dem der obige Wortlaut stammt, wirkt wie eine Zusammenfassung des Inhalts der zweiten Gebotstafel. Mose bekam zwei Tafeln. Die eine stellte klar, wer hier gebietet, die andere, was er gebietet. Mose hat den Wortlaut angenommen, ohne die Warum-Frage zu stellen. Er hat sich stellvertretend für die Menschheit diesen Regeln unterworfen.

Dieses Habgier- und Willkürverbot verbietet nicht das Stehlen, Lügen, Ehebrechen, sondern das Habenwollen. Die Familien- und Besitzverhältnisse eines anderen sollen nicht angetastet werden. Lässt sich das Begehren, wie es in diesem letzten der Zehn Gebote formuliert ist, überhaupt verbieten? Ist es nicht ein Drängen, das nur sehr bedingt in meinem Verfügungsbereich liegt? Ich kann zwar in gewissem Umfang bemüht sein, meinem Begehren nicht nachzugeben, aber ich kann es nicht einfach mit Knopfdruck abstellen. Diese Tendenz des Kokettierens mit dem immer Mehr-besitzen-Wollen wird ja in unserer Zeit durch die Werbung und die Profitgier täglich gefördert und provoziert.

Ich gehe davon aus, dass es sich bei diesem Gebot nicht nur um eine Wiederholung der vorangehenden drei handelt, sondern um einen ganz neuen Aspekt. Es geht um das Nicht-begehren-Wollen selbst. Das Wollen ortet eine Gefahr, deshalb "Du sollt nicht begehren ..." Das Gebot meint, die den Menschen begleitenden Antriebe auf ein sinnvolles Maß zu begrenzen und vor deren destruktiver Entgrenzung zu warnen.

Ist das nicht eine hochaktuelle Situation in einer Welt, die sich aus Schein und Misstrauen speist, hinter denen eine Perspektive auf das Menschsein verschwimmt? Es geht in Gottes Gebot um den Respekt vor des anderen Eigentum und seinen sozialen Beziehungen. Es ist eine Hilfe vor illusionären und selbstbetrügerischen Gefühlen, die ein gutes, sinnvolles Leben und auch eine Gemeinschaft stören würden.

Und gerade in diesem Gebot spüren wir wieder Gottes unendliche Liebe zu uns, dass uns seine Gebote schützen und nicht einengen wollen. Er möchte, dass wir ein glückliches, reiches Leben führen können, unabhängig von materiellen Besitztümern.

Friedemann Malhus

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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