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Andacht vom 07.07.2008:

Keine Hilfe am Sabbat?

Da antwortete der Herr [Jesus] ...: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder seinen Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke? Lukas 13,15

Wie gehen wir heute am Sabbat in den Gottesdienst (sofern wir das können und wollen)? Damit meine ich nicht die Kleidung, sondern unsere innere Verfassung. Aber noch viel wichtiger ist für mich die Frage: Wie werden wir aus dem Gottesdienst hinaus gehen? In welcher Verfassung? Was erwarten wir zu erfahren?

"Einmal sprach Jesus am Sabbat in einer Synagoge. Nun war dort eine Frau, die schon achtzehn Jahre lang von einem bösen Geist geplagt wurde, der sie krank machte. Sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr aufrichten." (V. 10.11 GNB) Wir wissen nicht, ob diese Frau erwartete, von Jesus geheilt zu werden. Wenn sie aber von Jesus gehört hatte, war es wahrscheinlich. Und Jesus erfüllte ihre Erwartungen, selbst ohne ausdrücklich darum gebeten worden zu sein. Wahrscheinlich deshalb, weil sie nicht nur krank war, sondern auch unter der Kontrolle eines bösen Geistes stand.

"Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich: ,Frau, du sollst von deinem Leiden erlöst sein!' Er legte seine Hände auf sie. Da richtete sie sich auf und dankte Gott von ganzem Herzen." (V. 12.13 Hfa) Darüber entrüstete sich der Vorsteher der Synagoge und meinte, an anderen Tagen sei genügend Zeit und Gelegenheit, sich von Jesus heilen zu lassen (V. 14).

Mit der Aussage im obigen Andachtstext machte Jesus in scharfer Weise deutlich, dass diese Anschauung völlig verkehrt ist. Gerade am Sabbat gilt uns die Einladung Jesu: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken." (Mt 11,28) Gerade an diesem Tag sollen wir nicht nur durch Jesus, dem "Brot des Lebens" (Jo 6,35.48), gestärkt werden, sondern auch durch das "Wasser des Lebens", dem Heiligen Geist (Offb 22,17; Jo 7,37-39), erfrischt werden. Beides gibt uns Christus (siehe Jo 4,14; 6,51).

Wie die kranke Frau damals will der Sohn Gottes uns auch heute berühren und von allem befreien, das uns irgendwie bindet oder geistlich lähmt. Kommen wir ihm heute nahe genug und erwarten das von ihm?

Leider geschieht das nicht immer im Gottesdienst und vielleicht müsste an ihm manches verändert werden, was dem Wirken und der Absicht Gottes im Wege steht. Aber auch damals konnte die negative Haltung des Synagogenvorstehers und die ungeistliche Atmosphäre des Gottesdienstes Jesus nicht daran hindern, einzelne Bedürftige zu erreichen. So ist es auch heute, wenn wir unsere Erwartungen auf ihn richten.

Werner E. Lange

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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