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Andacht vom 12.08.2008:

Ganzwäsche, Teilwäsche

Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 1. Korinther 11,26

Jede Abendmahlsfeier erinnert an Jesu Tod, an seine Auferstehung und an die Wiederkunft. Darum ist die Abendmahlsfeier für Christen nicht nur kultisches Überbleibsel aus alter Zeit, auf das man ebenso gut verzichten könnte, sondern stets neu ein dankbarer Rückblick auf Jesu Opfertod und erwartungsfrohe Vorausschau auf seine Wiederkunft.

Als Jesus vor seinem Tod mit den Jüngern das Abendmahl feierte, verwahrte sich Petrus dagegen, dass der Herr ihm die Füße wusch. Deshalb musste Jesus ihm erklären, dass die Ablehnung der Fußwaschung nicht nur Verzicht auf ein Reinigungsritual sei, sondern auch die Beziehung zwischen Jünger und Meister unterbreche (Jo 13,8). Das aber wollte Petrus auf keinen Fall. Im Gegenteil, er wollte ganz zu Jesus gehören und das auch sichtbar werden lassen. Und wie so oft, schoss er auch hier wieder übers Ziel hinaus: "Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt!" (Jo 13,9)

Noch einmal musste Jesus korrigierend erklären, dass eine rituelle "Ganzwaschung" für den, der sich Jesus bereits in der Taufe übergeben hat, nicht erforderlich sei. Beim Abendmahl genüge das Waschen der Füße als symbolische Erinnerung an die Taufe zur Vergebung der Sünden (Jo 13,10).

Bei der Taufe haben wir öffentlich unsere Bereitschaft bekundet, im Glauben ganz zu Jesus zu gehören. Beim Abendmahl bestätigen wir, dass diese Glaubensentscheidung immer noch gilt.

"... nur acht Menschen wurden [zur Zeit Noahs] in der Arche vor der Wasserflut gerettet. So wie diese acht Menschen damals erfahrt ihr heute eure Rettung in der Taufe. Denn in der Taufe soll ja nicht der Schmutz von eurem Körper abgewaschen werden. Vielmehr bitten wir Gott darum, uns ein reines Gewissen zu schenken. Und das ist möglich geworden, weil Jesus Christus auferstanden ist." (1 Pt 3,20.21 Hfa)

Brot und Wein beim Abendmahl symbolisieren unsere Gemeinschaft am Leib und Blut des Herrn.

Wie Gott am Ende der Schöpfungswoche den Sabbat als bleibendes Gedächtnis an das Wunder der Schöpfung stiftete, so hat er auch am Ende der Leidenswoche das Abendmahl als Gedächtnis an das Wunder der Erlösung eingesetzt. "Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr." (Ps 111,4)

Heinz Starke

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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