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Andacht vom 18.08.2008:

Umzug nötig?

Tut alles ohne Murren... Philipper 2,14

Das scheint schwierig zu sein, besonders in einer Wohlstandsgesellschaft. Wir stehen zwischen vollen Regalen und murren, weil es uns schwer fällt, aus der Fülle das Beste und Kostengünstigste auszuwählen.

Wir reisen in arme Länder, essen wie die Fürsten, lassen uns bedienen und murren, weil im Hotel eine Kleinigkeit nicht unseren Ansprüchen genügt.

Wir rasen mit dem Auto, wo wir eigentlich langsam fahren sollten, und schimpfen, weil eine "Radarfalle" unseren Schwung gebremst hat.

In einem alten "Adventboten" fand ich folgendes Gedicht. Zugegeben, sprachlich gesehen ist es kein Meisterwerk, aber der Inhalt hat mich nachdenklich gemacht:

"Ich kenne einen Mann, man hieß ihn: Herr Zecke. Der wohnte schon lange in der Brummelecke. Er lebte in Kreuzquerstadt, der alten, und seine Stirn war nie ohne Falten. Er tadelte dies, fand jenes zu schlecht, bald war ihm der Hund, bald die Katze nicht recht. Er murrte vom Morgen bis in die Nacht, und so hat er Tag für Tag verbracht. - Eines Tages, nachdem ich, schon lange her, meinen alten Freund gesehen nicht mehr, begegnet er mir mit hellem Blick. Ich fand ihn verändert in jedem Stück. Die Sorgenrunzel, sie war gewichen, als hätt' eine Hand von der Stirn sie gestrichen. Ei, fragte ich mich staunend, ist das Herr Zecke, der so lange gewohnt in der Brummelecke? Und als ich staunend vor ihm stand, nahm ich ihn freundlich bei der Hand und sagte: ,Herr Zecke, ich möchte Sie gern fragen, wie hat dieser Wechsel sich zugetragen?' Er lachte - und gab dieses Lachen nicht von gutem Gewissen und Frieden Bericht? Und sagte, wie lieblich tönte jetzt sein Wort: ,Es ist einfach, ich zog aus der Wohnung fort.' ,Sie haben die Wohnung gewechselt, Herr Zecke?' ,So ist es, nicht schön war's in der Brummelecke. So traf ich denn eine bessere Wahl. Sie finden mich nun im Lobetal.' - Sooft ich seitdem durch die Straßen gehe und die Menge geschäftiger Menschen sehe, frage ich mich: Wo wohnen die Leute? O möchte doch mancher von ihnen noch heute, wie es tat der nun so beglückte Herr Zecke, verlassen die traurige Brummelecke und bergen sich mit Weib und Kind im Lobetal, wo die Fröhlichen sind." (Verfasser unbekannt) Wenn nötig, wünsche ich einen guten Umzug.

Lothar Reiche

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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