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Andacht vom 23.08.2008:

"Backe, backe Lebensstil"

Zielstrebig will ich den Weg gehen, den deine Gebote mir weisen, denn nur so kann ich froh der Zukunft entgegensehen. Psalm 119,32 (Hoffnung für alle)

Als Kind faszinierte es mich, wenn ich Frauen erlebte, die so ganz ohne Rezept ihre Kuchen backten. Es erschien mir wie Zauberei, so ein goldenes Händchen zu haben. Nur zwei Dinge störten mich: Wenn man um das Rezept bat, bekam man nur ungefähre Angaben zu den benötigten Mengen, so dass das eigene Resultat weniger befriedigend ausfiel. Das Zweite war, dass die Frauen selbst es auch nicht immer zu dem gleichen guten Ergebnis brachten. Mal gelang der Kuchen besser, mal schlechter, mal ging's auch ganz daneben.

Da ich also nicht eine so goldene Hand habe, backe ich seit über 30 Jahren genau nach Rezept mit einer exakten Küchenwaage. Ich kann mich nicht rühmen - bis auf wenige Ausnahmen -, eigene Rezepte kreiert zu haben, aber das Endprodukt ist fast immer ein gleich bleibender Genuss. Auch kann ich anderen ein verlässliches Rezept geben, so dass ihnen, wenn sie sich daran halten, der Kuchen gelingt. Vor kurzem ging meine Küchenwaage kaputt. Sie konnte auch nicht sofort repariert werden. Zu meiner größten Verwunderung stellte ich fest, wie schnell meine Fähigkeit des genauen Abschätzens, die ich mit zunehmender Erfahrung erlangt hatte, verloren ging. Durch dieses Erlebnis ist mir eines sehr deutlich geworden: Je länger ich ohne Messgerät arbeiten muss, desto unsicherer und ungenauer werde ich.

Jeder Vergleich hinkt, aber ist es nicht auch so in unserem Leben mit Gottes Wort? Wir kennen die Gebote auswendig, wissen, was Jesus sagte und wollte. Es ist uns alles so vertraut und in Fleisch und Blut übergegangen, dass es unnötig erscheint, jeden Tag aufs Neue Gottes Wort zu lesen, was Gott uns im Umgang mit unserem Nächsten und fürs ewige Leben rät. Aber je länger wir nicht darin lesen, desto ungenauer werden wir. Das kann so weit gehen, dass uns manches ganz abhanden kommt oder wir das Feingefühl für Recht und Unrecht verlieren - ja dass es uns auch gar nicht mehr so darauf ankommt, wir Probleme im Zusammenleben bekommen und unser Leben zunehmend an innerer und äußerer Qualität verliert.

Wenn wir wirklich ein gleich bleibend gutes Ergebnis für unser tägliches Leben haben wollen (Frieden mit Gott und unserem Nächsten), ist es gut, immer wieder den Gradmesser zu verwenden. Dann gelingt uns nicht nur unser eigenes Leben, sondern wir können es auch an andere weitergeben, damit auch sie diese Erfahrung erleben können.

Damaris Kraus

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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