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Andacht vom 05.09.2008:

Einstellungen im Leben

So sah ich denn, dass nichts Besseres ist, als dass ein Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil. Prediger 3,22

Heute ist es in unserer Gesellschaft nicht mehr üblich, dass eine Mutter fünf Kinder großzieht, keine Waschmaschine hat, keinen Staubsauger besitzt, ihre Öfen mit Kohle beheizt und die Holzdielen auf den Knien mit Bohnerwachs einreibt und mit einer schweren Bohnerbürste auf Hochglanz poliert. Einen Haushalt zu führen war früher zum großen Teil harte Arbeit - eher zum Seufzen als zum Lachen. Und doch erlebte ich bei meiner eigenen Mutter eine Freude, die sich schon früh am Morgen in Liedern Luft machte. Ob beim Bügeln oder Bohnern, beim Waschen oder Kochen, Mutti sang wie eine Lerche. Und diese Lieder hatten inhaltsreiche Texte. Entweder waren es geistliche Lieder des Dankens, der Erfahrung eines Christen oder aber Volkslieder, die die jeweilige Jahreszeit besangen.

Keine Frage, es ist schlimm, dass so viele Menschen in unserem Land arbeitslos sind oder noch werden. Was mich aber besonders betroffen macht, ist, dass mindestens genauso viele mit ihrer Arbeit unzufrieden sind und ihre täglichen Pflichten freudlos und widerwillig erledigen.

Jeder weiß, dass Arbeit lebensnotwendig ist. Nicht nur wegen des Lebensunterhaltes, sondern auch, um sinnvoll tätig sein zu können. Natürlich gibt es Arbeiten, die uns weder begeistern noch innerlich ausfüllen. Doch mit einer positiven Einstellung kann man jeder Arbeit gute Seiten abgewinnen. Und im Vergleich zur Situation vieler Arbeitsloser können wir sogar für das, was wir nicht so gern tun, dankbar sein.

Vor einigen Jahren besuchte ich hin und wieder eine Bekannte, die als Aufwartefrau in einer öffentlichen Toilette arbeitete. Sie hatte immer ein freundliches Wort für die Menschen und hielt ihr Terrain gewissenhaft sauber. Und was mich besonders erstaunte: Ihr war diese Arbeit überhaupt nicht unangenehm, denn sie fand, dass sie wichtig ist. Ehrlich gesagt, ich bewundere sie und muss ihr sogar Recht geben.

Es liegt eben nicht nur an der Tätigkeit, die wir verrichten, sondern an unserer Einstellung dazu. Auch die unangenehmste Arbeit kann fröhlich getan werden und uns zufrieden sein lassen. Der Apostel Paulus schrieb: "Alles was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen" (Kol 3,23). Ein hoher Maßstab! Sehr hoch sogar! Aber vielleicht kann dieses Wort auch mir helfen, alles, was heute auf mich zukommt, mit anderen Augen zu sehen als sonst.

Marli Weigt

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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