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Andacht vom 06.09.2008:

Na, dann Mahlzeit!

Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geist. Römer 14,17

Der Begriff "Reich Gottes" wird in der Bibel unterschiedlich angewandt. Oft ist damit das zukünftige Gottesreich gemeint. Es ist aber auch eine Bezeichnung für das, was durch Jesu Person und Evangelium bereits neu in die Welt gekommen ist. Dieses Neue soll seine Verwirklichung in der Gemeinde finden. Und da war offenbar bei den Christen in Rom einiges in Schieflage geraten. Es bildeten sich gegeneinander auftretende Gruppen. Einer machte sich zum Richter über das Gewissen des anderen. Der Friede war dahin, und "Gottes Werk" (V. 20), d. h. die Gemeinde und ihre Aufgaben, kam ins Hintertreffen. Und warum das alles? In Vers 2 wird der Grund genannt: "Einer glaubt, er dürfe alles essen, der Schwache aber isst Gemüse." (EB)

Darf man denn "alles" essen? Wer tut das schon? Dass es nicht ums Missachten der biblischen Speiseverordnungen (3 Mo 11) ging, steht außer Frage, weil die von der Aufhebung des Opferdienstes gar nicht berührt waren. Man bewegte sich also durchaus im Rahmen des Erlaubten. Wenn nun aber jemand nur Gemüse aß und der andere auch Fleischnahrung, wer war dann der bessere oder der schlechtere Christ? Zwar nennt Paulus den, der sich auf vegetarische Nahrung beschränkt, "den Schwachen" (V. 1), doch das bezieht sich nicht auf einen schwachen Glauben, sondern meint das empfindlichere Gewissen des Betreffenden. Der Apostel sagt der Gemeinde in Rom, dass sie unterschiedliche Auffassungen über Ernährungsfragen nicht zum Streitpunkt erheben sollten, weil die Hauptsache des Evangeliums nicht Essen und Trinken ist, sondern Gerechtigkeit (die Rechtfertigung des Sünders durch Jesus Christus) und die geistliche Verfassung: Friede und Freude im Heiligen Geist.

Was würde Paulus wohl heute den Gemeinden sagen? Vielleicht dies: Macht eure "Meinungen" (V. 1) nicht zum Streitpunkt, sondern toleriert einander. Ja, Essen und Trinken soll zur Ehre Gottes geschehen (1 Ko 10,31), aber bedenkt, dass das Evangelium keine Ernährungslehre ist. Konzentriert euch auf das Wesentliche: Seid fröhlich im Glauben und bemüht euch, Menschen für das heutige und spätere Reich Gottes zu gewinnen.

Josef Butscher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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