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Andacht vom 21.09.2008:

"Streitkultur" - gibt's das ?

Der Anfang eines Streites ist wie eine Sickerstelle in einem Damm: du musst beizeiten eingreifen, ehe es zur Katastrophe kommt. Sprüche 17,14 (Gute Nachricht Bibel)

Das Thema "Streit" scheint auch den Frommen zu biblischen Zeiten recht vertraut gewesen zu sein. Der lebenserfahrene Prediger Salomo sieht mit dem Beginn eines Streites sogar schon einen Dammbruch, eine Katastrophe heraufziehen. Teilen wir diese Sorge noch, oder haben wir inzwischen eine "Streitkultur" entwickelt, in der Streit feine, gepflegte Formen angenommen hat? Solch eine Art des Streitens mag in Ausnahmefällen gelingen. In der Regel scheinen sich jedoch eher die Befürchtungen Salomos zu bestätigen, der dem geordneten und sachlichen Verlauf eines Streites nicht recht trauen mag. Auf jeden Fall rät er uns, es lieber nicht auf einen Versuch ankommen zu lassen.

Wer die Bilder von den Hochwasserkatastrophen der letzten Jahre noch nicht vergessen hat, wird sich an den unermüdlichen und beharrlichen Einsatz der Hilfskräfte erinnern, die Sandsäcke herbeischafften, um die Sickerstellen in den Deichen abzudichten. Wo es gelang, konnte ein ganzer Landstrich aufatmen. Wo der Deich brach, entstand unermesslicher Schaden, Menschen kamen um, Existenzen wurden vernichtet und Wohngebiete verwüstet.

Ähnliches hatte wohl Salomo vor Augen, wenn er am Beginn eines Streits nach Menschen ruft, die schlichtend eingreifen können, ehe es zur Katastrophe kommt. Auch Jesus dachte sicher an die Nöte in vielen Ehen, Familien und Gemeinden, wenn er weit über die Alltagsweisheit Salomos hinausgeht mit den Worten: "Selig sind die Friedfertigen [die Frieden stiften, GNB]; denn sie werden Gottes Kinder heißen." (Mt 5,9) Mehr als einmal hat er seine Jünger ermahnt: "Habt Frieden untereinander!" (Mk 9,50) Und wenn ein Streit unter ihnen ausbrach, etwa "... wer von ihnen als der Größte gelten sollte" (Lk 22,24), hat er mit sachlichen Argumenten und deutlichen Worten ihre heimlichen Motive aufgedeckt, ihre Gedanken auf eine höhere Ebene gelenkt und so ihren Streit gegenstandslos werden lassen.

Deshalb bete ich: "Lieber Gott, gib mir die Kraft, meine Zunge zu hüten und meine Worte zu mäßigen. Gib mir die Selbstbeherrschung, mich nicht zum Streit provozieren zu lassen. Lass mich dort ein Friedensstifter sein, wo ein Dammbruch droht; denn ich möchte zu den Glücklichen gezählt werden, die Gottes Kinder heißen".

Johannes Fiedler

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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