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Andacht vom 25.09.2008:

Um-Wege sind Drumherum-Wege

Der Herr sprach zu Jona, dem Sohn Amittais: "Geh in die große und mächtige Stadt Ninive, und kündige ihren Einwohnern an, dass ich sie strafen werde. Denn ich kenne ihre Bosheit." Jona machte sich auf den Weg - aber in die entgegengesetzte Richtung! Jona 1,1.3 (Hoffnung für alle)

Die Geschichte ist bekannt: Gott hat einen Auftrag für Jona, er soll in die Stadt Ninive gehen und dort ihren Einwohnern den Untergang verkünden. Der Prophet springt auf und ruft: "Danke, Gott, hier unter meinem schattigen Baum ist mir auch schon etwas langweilig geworden, endlich habe ich etwas zu tun!" Schnell macht er sich reisefertig und begibt sich auf den Weg, voller Tatendrang und Elan.

So wäre es vielleicht schön gewesen, aber statt dessen hastet Jona zum Hafen und bucht, ohne lange zu überlegen, auf dem nächstbesten Schiff eine Überfahrt nach Tarsis. Nichts wie weg von Gott und seinem unbequemen Auftrag, der ihn zu sofortigem Handeln aufruft.

Auch der junge Mann, der in Jesu Gleichnis vom verlorenen Sohn seinen Vater und seinen Bruder verlässt, musste erst einige Umwege gehen, bis er seinen Irrweg erkannte und zu seinem Vater zurückkehrte.

Wie reagieren wir, wenn wir klar und deutlich Gottes Stimme vernommen haben? Befolgen wir seine Anweisungen sofort, oder müssen wir "erst noch" ein paar andere Dinge erledigen? Die Ausreden sind nicht neu. Im Neuen Testament wird zu einer Hochzeit geladen, und die Eingeladenen führen Entschuldigungen an wie z. B. "Ich habe mir etwas gekauft und muss mir das jetzt ansehen."

Entschuldigen wir uns auch, um Gottes Auftrag auszuweichen, vielleicht so wie Jeremia mit seiner Jugend (Jer 1,6) oder Mose mit seiner mangelhaften Redegabe (2 Mo 4,10)?

Gottes Auftrag an uns ist klar und unmissverständlich: "Gehet hinaus in die ganze Welt, und ruft alle Menschen dazu auf, mir nachzufolgen! ..." (Mt 28,18 Hfa), denn diese Anweisung galt nicht nur seinen Jüngern damals, sondern allen seinen Nachfolgern bis auf den heutigen Tag.

Gott kennt unsere Talente und Fähigkeiten genau - schließlich haben wir sie ja von ihm -, und er kann und will aus dem bereits Vorhandenen noch viel mehr machen, wenn wir uns seinem Auftrag stellen. Diese Erfahrung haben auch Jona, Jeremia und Mose gemacht und Gottes Begleitung und Nähe während ihrer Aufträge erfahren, denen sie sich zuletzt doch stellten.

Holger Hentschke

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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