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Andacht vom 02.12.2008:

Sinn-lose Opferungen

Was soll ich mit euren vielen Opfern anfangen? Ich habe genug von euren Schafböcken und dem Fett eurer Mastkälber; das Blut eurer Opfertiere ist mir zuwider ... Hört endlich mit diesen nutzlosen Opfern auf! Ich kann euren Weihrauch nicht mehr riechen. Jesaja 1,11.13 (Hoffnung für alle)

Das ist ein sehr ungewöhnlicher Ton, in dem Gott hier spricht, nicht wahr? Er hat die Nase voll von dem, was die Menschen (hier ist sogar sein auserwähltes Volk zu alttestamentlichen Zeiten gemeint) ihm an Opfer bringen. Opfer, die er selbst verordnet hatte, um die Abscheulichkeit der Sünde und den Ausweg daraus (den Erlösungsplan) zu veranschaulichen.

So ein Text am ersten Adventsonntag! Eine Zumutung? In der Tat: eine Zumutung, die möglicherweise so berechtigt ist wie damals. Ich denke an den Weihnachtsrummel. Ob Gott wohl auch davon die Nase voll hat, was alles in diesen Tagen unternommen wird, um aus den Vor- und Feiertagen Geld zu machen, in denen angeblich die Geburt seines Sohnes vor ca. 2.000 Jahren in Bethlehem gefeiert wird? Ob er die Weihnachtslieder nicht mehr hören kann, die pausen- und gedankenlos an die Ohren der Menschen in den Einkaufszentren vorbeiprasseln?

Was steht auf der Agenda der meisten Kinder in diesen Tagen, was auf dem Zeitplan der Hausfrauen? Wer wird in dieser Zeit von wem, warum und womit beschenkt? Wen feiern wir eigentlich und wofür?

Sogar in Japan wird Weihnachten gefeiert - aber wie! Seit Mitte November sind die Städte mit Weihnachtsbäumen, prächtigen Lichterketten und überdimensionalen christlichen Symbolen geschmückt. Japan hat die oberflächlichen Formen in sinnentleerter Präzision übernommen. "Heiligabend" ist die Nacht der unmoralischen Angebote, die meistens im Stundenhotel enden. Schon seit Wochen beschäftigt japanische Teenager und Twens die Suche nach dem Partner für das Heiligabend-Date.

Dieses Beispiel ist nicht zum Ablenken gedacht, denn wir haben genug vor der eigenen Tür zu kehren. Kein Mensch zwingt uns, an sinnentleerten Traditionen festzuhalten und das zu machen, was jeder macht oder was "man" von uns erwartet. Heute, am ersten Adventsonntag, ist es noch nicht zu spät, um "auf die Bremse zu treten" und darüber nachzudenken, was man mit Gott und für Menschen in der Adventszeit tun kann, die vergessen haben, worum es wirklich geht.

Eli Diez-Prida

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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