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Andacht vom 17.12.2008:

Die Könige dieser Welt kommen und gehen

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Lukas 2,1

Kaiser Augustus, der im Geburtsjahr Jesu eine Volkszählung durchführen ließ, starb im Monat Sextilius, im sechsten Monat des römischen Kalenders. Weil dieser Monat zum Todesmonat des Kaisers wurde, erhielt er den Namen Augustus.

1898 fanden deutsche Forscher in Kleinasien eine Inschrift, die Augustus als Weltenheiland feiert: "Die Vorsehung, die über allem Leben waltet, hat diesen Mann zum Heile der Menschen mit solchen Gaben erfüllt, dass sie ihn uns und den kommenden Geschlechtern als Heiland gesandt hat; aller Fehde wird er ein Ende machen und alles herrlich ausgestalten. Der Geburtstag des Gottes (Augustus) hat für die Welt die an ihn knüpfenden Freudenbotschaften heraufgeführt. Von seiner Geburt muss eine neue Zeitrechnung beginnen." (W. Eber-hardt, Wege und Irrwege der Christenheit, 15)

Obwohl bis heute ein Monat des Jahres den Namen August trägt, denken wir dabei wohl kaum an Augustus. Aber zur Zeit des als Gott und Heiland gefeierten Kaisers wurde Jesus geboren. Unscheinbar, kaum wahrgenommen, kam der wahre Heiland zur Welt.

Mit seiner Geburt begann eine neue Zeitrechnung. Er brachte die Freudenbotschaft von der Erlösung, die Millionen Menschen durch die Zeit weitergetragen haben und die bis heute Millionen Menschen trägt. Er wird es sein, der aller Fehde ein Ende macht und alles neu und herrlich gestaltet.

Nach Augustus kamen andere Herrscher mit ähnlichen Ansprüchen. Auch sie wollten die Welt verbessern und sprachen von einer neuen Zeit. Ihre Ideologien wollten sie als Freudenbotschaften verstanden und angenommen wissen. Und immer stützten sich diese Herren auf starke Armeen.

Jesus wurde in dem kleinen Ort Bethlehem geboren, in einem unbedeutenden, besetzten Land. Nicht einen Soldaten hat er gebraucht, um seine Botschaft zu verbreiten. Die großen Herren der Welt sind alle gestorben. Ihre Freudenbotschaften haben sich als Irrtum erwiesen. Gewiss, auch unser Herr starb. Wer aber ist wie er auferstanden? Wer kann, wie er, wiederkommen?

Lothar Reiche

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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