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Andacht vom 05.02.2009:

Wer eine Grube gräbt ...

Und als der Spielmann auf den Saiten spielte, kam die Hand des HERRN auf Elisa, und er sprach: So spricht der HERR: Macht hier und da Gruben in diesem Tal... Aber am nächsten Morgen, zur Zeit, da man Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser von Edom her und füllte das Land mit Wasser. 2. Könige 3,15.16.20

Ich kann mich noch an einen meiner ersten Jobs erinnern: Ein Freund von mir hatte den Auftrag, eine Kelleraußenwand auf zwei Meter Tiefe freizulegen. Einen ganzen Tag ackerten wir. Es hatte geregnet, und manchmal klebte der Matsch derart an der Schaufel, dass sie wieder zurückfiel. Das war harte Arbeit. - So buddeln auch wir uns oft durchs Leben.

Im dritten Kapitel von 2. Könige wird erzählt, wie König Joram von Israel und König Joschafat von Juda eine Kampagne gegen Moab starten. Sie ziehen mit dem ganzen Heer los, aber entscheiden sich merkwürdigerweise für einen Angriff über die Ostflanke. Dazu müssen sie vorher sieben Tage durch die Wüste ziehen. Zunächst dachte ich: "... müssen halt gute Strategen gewesen sein", doch plötzlich heißt es im Text, dass sie kein Wasser mehr hatten. Bitte? Wer zieht mit einem Heer durch die Wüste und kümmert sich nicht um Wasservorräte? Aber dann betrachte ich mein eigenes geistliches Leben und werde still. Wie oft ziehe ich denn los und merke auf einmal, dass ich ohne Wasser in einer geistlichen Wüste stecke?

Dann kann man so reagieren wie Joram: "O je, Gott hat mich reingelegt, er will mich bestrafen." Oder so wie Joschafat: "Ist kein Prophet des Herrn hier, damit wir den Herrn durch ihn befragen?" (V. 11) So gehen sie zu Elisa, und der gibt die Anweisung, Gruben in den Wüstenboden zu graben. Keine Heilwässerchen, kein Hokuspokus, kein Weihrauch schwenken, nur Gruben graben. Da wären wir also wieder beim Buddeln!

Manchmal verlangt Gott von uns Dinge, von denen wir noch nicht wissen, wozu sie gut sind. Dieses Vertrauen, auf die Weisung Gottes Dinge zu tun, deren Sinn wir nicht immer verstehen, das ist eine der schwersten, teuersten und wertvollsten Lektionen im Leben eines Nachfolgers Jesu.

Zum Glück kam das Wasser auch wirklich. Gott schickte es. Und er wird auch die von dir gegrabenen Gruben mit dem Wasser des Heiligen Geistes füllen. Und wer die größte Grube hat, bekommt das meiste Wasser. Nimm das heute mit in deine Woche. Dein Leben wird von Gottes Wasser überflutet werden. Dein Schaffen, dein Placken, deine Mühe - all das hat sich dann gelohnt!

Dennis Meier

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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