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Andacht vom 13.02.2009:

Verhaltener Jubel

Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin voller Vertrauen und fürchte mich nicht. Denn Jahwe, der HERR, ist meine Stärke und mein Loblied, und er ist mir zum Heil geworden. Jesaja 12,2 (Elberfelder)

Jesaja war ein Prophet. Die Propheten im Alten Testament standen in enger Verbindung mit Gott. Gott zeigte ihnen, was in der Zukunft geschehen wird, und sie sagten es den Menschen weiter, vor allem an Gottes Volk. So auch Jesaja.

Jesaja schrieb viel vom Gericht Gottes. Und er berichtete auch vom Messias, vom Gesalbten, der kommen würde, um sein Volk zu erlösen und ein Friedensreich aufzubauen. In Jesaja 11 beschrieb er das Auftreten und die Auswirkungen des Messias. Im Rückblick können wir heute erkennen, dass seine Beschreibung von der Geburt und vom Wirken Jesu in eine Beschreibung von der neuen Erde übergeht. Denn die Ereignisse in der zweiten Hälfte der prophetischen Schau warten noch auf ihre Erfüllung.

Kapitel 12 ist dann ein einziger Lobpreis des erretteten Israels - "an jenem Tag". Es ist also aus dem Text nicht klar zu erkennen, wann Israel jubeln wird. Der Textzusammenhang legt aber nahe, dass dies geschehen wird, wenn sich alles erfüllt hat, wenn also das Friedensreich errichtet ist und Israel wieder zusammenlebt.

Also doch nur Grund zur Freude, zum Dank und zum Jubel, wenn wir einmal, im neuen Jerusalem, auf die Ereignisse zurückblicken werden? Ja und nein!

Ja, weil wir erst dann ganz erkennen werden, was Jesus für uns getan und wie er uns durch unser ganzes Leben geführt und begleitet hat. Weil erst dann "das Land voll [sein wird] von Erkenntnis des Herrn" (Jes 11,9). Weil wir erst dann völlig nachvollziehen können, dass Christus unser Heil, unsere Rettung, unsere Zuflucht, unsere Kraft und unser Loblied bedeutet.

Nein, weil Gottes Friedensreich schon mit Christus auf dieser Erde angefangen hat. Weil wir schon jetzt von unserer Errettung durch Jesus wissen, nach dieser Erkenntnis leben und sie an andere weitergeben können. Weil wir schon hier und jetzt täglich erfahren, dass Gott unsere Stärke und Zuflucht ist. Wir können uns schon jetzt auf Gott voll und ganz verlassen und zu ihm kommen. Es gibt keinen Grund, nicht schon jetzt ohne Furcht in vollem Vertrauen zu Gott zu leben.

Dieses Wissen führt zum Danken, führt zum Loblied, führt zu Gott, den Jesaja hier selbst als Loblied beschrieben hat.

Marc Trautvetter

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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