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Andacht vom 17.02.2009:

Da, wenn auch unsichtbar!

Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Johannes 20,29

Dreieinhalb Jahre waren die Jünger mit Jesus zusammen. Er war ihnen in dieser Zeit immer greifbar nahe gewesen. Mit jeder Frage konnten sie direkt zu ihm kommen. Sie hatten seine Predigten gehört und seine Wunder erfahren. Damit hatten sie die beste Ausbildung erhalten, die ein Prediger des Evangeliums nur bekommen konnte. Und doch hatten sie eins nicht lernen können in dieser Zeit - genau das vermittelt Jesus ihnen in den vierzig Tagen zwischen seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt: Sie mussten lernen, an einen unsichtbaren Herrn zu glauben und sich seiner Gegenwart immer gewiss zu sein.

Es wird in den Evangelien einige Male berichtet, dass Jesus seinen Jüngern nach seiner Auferstehung sichtbar erschienen ist. Plötzlich steht er mitten unter ihnen, grüßt sie mit dem Friedensgruß, bemüht sich, ihnen alle Furcht zu nehmen, lässt sich anrühren, isst mit ihnen. Sie sollen ganz sicher sein, dass er, ihr Meister, immer noch da ist. Er setzt Gespräche fort, die die Jünger miteinander führten, als er nicht sichtbar bei ihnen war (Joh 20,25-27) und zeigt damit, dass er doch anwesend war - wenn auch unsichtbar.

Nach den vierzig Tagen begannen die Jünger, an jeder Ecke mit ihm zu rechnen. Er war für sie einfach da, auch wenn sie ihn nicht sehen und anfassen konnten. Und genau diese Gewissheit wollte Jesus ihnen vermitteln. Als er dann bei seiner Himmelfahrt zu ihnen sagte: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende" (Mt 28,20), da haben sie ihn ganz wörtlich verstanden.

Christus hatte der sichtbaren Gemeinschaft mit seinen Jüngern eine Form gegeben, die seither allen Gläubigen offen steht. Von der Gewissheit des Sehens und Anfassens hatte er sie zur Gewissheit des Glaubens geführt.

Ist Christus für dich - in deinem Leben - genauso bewusst und real gegenwärtig wie für die Jünger? Johannes vermittelt den Christusgläubigen aller Zeiten die Zusage Jesu, im Heiligen Geist zu uns zu kommen und "Wohnung" bei uns zu nehmen (Joh 14,16-18.23).

Es hat manchmal den Anschein, als hätte Christus sich von uns abgewandt und seinen Segen zurückgezogen - aber in Wirklichkeit ist er mit uns auf dem Weg, so wie es die Emmaus-Jünger erlebt haben (Lk 24,15-17.31). Verlass dich auf das Wort Jesu: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben."

Harald Weigt

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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