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Andacht vom 20.06.2009:

Gottes Eigentum verwalten

Ihr werdet empfangen, damit ihr um so großzügiger geben könnt. Und wenn wir eure Gabe denen bringen, die sie nötig haben, werden sie Gott von Herzen danken. 2. Korinther 9,11 (Neues Leben Bibel)

Rekordgewinne bei Großunternehmen auf der einen und Rekordarbeitslosigkeit auf der anderen Seite. Das ist die Diskussion der letzten Jahre. Man ist enttäuscht, denn die Illusion, dass hohe Gewinne zu mehr Arbeit führen würden, ist zerplatzt. Viele fühlen sich an den Frühkapitalismus erinnert, bei dem der Reichtum Einzelner durch die Ausbeutung und Verarmung der Massen erkauft wurde.

Keine Frage, Gewinne sind gut, wenn sie wieder investiert werden, um neue und bessere Produkte zu schaffen. Das kann für jeden, so wie es ursprünglich gedacht war, Wohlstand und Fortschritt bringen und schützt zudem die Ressourcen der Erde. Was wäre unsere Welt ohne die Errungenschaften in der Medizin, der Lebensmittelproduktion, der Haushaltstechnik oder in der Kommunikation? Etwas überspitzt könnte man sogar sagen, dass unternehmerischer Egoismus auch eine Art Nächstenliebeeffekt hat, weil die breite Masse davon profitieren würde. Das Problem ist deshalb nicht das Erzielen von Gewinn, wenn das ethisch vertretbar geschieht, sondern das Verwenden der Gewinne. Aber gerade das ist weithin nicht mehr der Fall. Die Schere zwischen reich und arm klafft immer weiter auseinander. Häufig zählt nur noch, was Gewinn bringt. Die französische Schriftstellerin und Essayistin Viviane Forrester spricht deshalb in ihrem Buch Die Diktatur des Profits von "neurotischer Gewinnsucht, dieser Verlockung des Profits, des puren Gewinns, der eine Bereitschaft zu allen Verheerungen weckt". Das ist die Spannung, die es zu bewältigen gilt: die verantwortliche Verwendung des Gewinns zum Nutzen für alle einerseits und die egoistische Gier nach Gewinnvermehrung andererseits.

Das ist übrigens ein durch und durch christliches Anliegen. Die Bibel fordert nämlich an vielen Stellen dazu auf, das, was wir haben, auch für die Not des anderen einzusetzen. Denn alles, was wir besitzen oder bekommen ist von Gott. Er hat es gegeben, damit es uns und anderen zum Segen wird. Dabei brauchen wir keine Sorge zu haben, selbst zu kurz zu kommen, denn Gott hat versprochen, für uns zu sorgen (Mt 6,33). Großzügiges Geben ist von Liebe, Freiwilligkeit, Dankbarkeit und dem Bewusstsein geprägt, dass letztlich nicht das materielle Diesseits zählt, sondern die zukünftige Welt. Geben macht frei für Gott und den Mitmenschen und auch frei von der Gier nach Besitz.

Roland Nickel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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