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Andacht vom 03.07.2009:

Die Klugheit kommt zum Schluss. Oder doch nicht?

Herr lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Psalm 90,12

Vor der Einschulung eröffnete mir meine Mutter, dass ich von nun an nicht mehr den ganzen Tag spielen könne. Jetzt müsse ich jeden Tag in die Schule gehen, um lesen, schreiben und rechnen zu lernen.

Als die Schulzeit nach all den Jahren des Lernens zu Ende war, hieß es, dass nun der Ernst des Lebens auf uns warte. Gemeint war, dass es an der Zeit sei, einen Beruf zu erlernen und sich damit neuen Anforderungen zu stellen.

Als ich dann den harten Alltag des Berufslebens kennenlernte, dachte ich hin und wieder sehnsüchtig an die Zeit, da ich "in Rente" gehen würde. Manchmal waren die beruflichen Belastungen so groß, dass ich fürchtete, dieses Ziel gar nicht zu erreichen. Als ich dann Rentner wurde, stand ich unversehens vor der Frage: "Was nun?" Darüber hatte ich bisher nie wirklich nachgedacht. Plötzlich wurde mir klar, dass damit der letzte Abschnitt meines Lebens begonnen hatte.

Nun liegen die Schulzeit und der berufliche Alltag mit all den freudigen und belastenden Ereignissen seit einigen Jahren hinter mir. Wenn ich zurückblicke, bin ich Gott dankbar, dass ich das alles in seine Hände legen darf. Er gab mir neue Kraft, wenn ich scheinbar am Ende war. Er öffnete mir Türen, wenn ich nicht mehr weiter wusste. Er hat mich zurückgebracht, wenn ich in falscher Richtung unterwegs war. Er hat mir Vergebung geschenkt, wenn ich an ihm und anderen schuldig geworden bin. Was hätte mir Besseres geschehen können? Und was nun? Ich nehme auch die Zeit des Altwerdens als Geschenk aus seiner Hand, wohl wissend, dass sie begrenzt ist. Aber ich genieße es, jetzt mehr Zeit zu haben für meine Familie und für Gott. Dabei erkenne ich immer wieder neu, dass wahr ist, was schon der Prediger Salomo wusste: "Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde ..." (Pred 3,1)

Manchmal denken wir, wir müssten noch möglichst viel erleben, um unsere Lebenszeit voll auszuschöpfen, und vergessen dabei, Vorsorge für die Zeit danach zu treffen. Als der Apostel Paulus spürte, dass "seine Zeit gekommen war", wusste er: "Nun hält Gott für mich auch den Siegespreis bereit: seine Gerechtigkeit. Er, der gerechte Richter, wird ihn mir am Tag des Gerichts geben; aber nicht mir allein, sondern allen, die wie ich voller Sehnsucht auf sein Kommen warten." (1 Tim 4,8 Hfa) Was könnten wir Besseres tun, als unsere Zeit so wie er in Gottes Hände zu legen?

Adam Schiller

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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