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Andacht vom 30.07.2009:

"Kann nicht genug klagen ...!"

Hat der Mensch nicht einen harten Dienst auf Erden, und sind seine Tage nicht wie Tage eines Tagelöhners? Hiob 7,1 (Elberfelder)

Hiobs Klage war sehr verständlich. Er war in ein tiefes Unglück gestürzt. Alles um ihn war zerbrochen. Er konnte es sich nicht erklären, warum das alles geschehen war. Seine Frau riet ihm, Gott abzusagen. Seine Freunde hielten ihm vor: Hiob, du musst etwas getan haben, was dieses Elend zur Folge hat. Im Vers 16 kommt Hiob zu dem Schluss: "Ich mag nicht mehr, nicht ewig will ich leben! Lass ab von mir! Meine Tage sind nur noch ein Hauch." (V. 16)

Die Geschichte Hiobs ist sehr alt. Sie gibt uns viele Fragen auf. Dennoch: So ganz fremd sind uns diese Klagen über das harte Leben nicht. Auch wir hören sie und verfallen manchmal selbst in solche oder ähnliche Lebensklagen. Wir beklagen die viele Arbeit und den Zeitmangel.

Dazu kommt, dass wir das Gefühl haben, für unsere so wichtigen Probleme kein Verständnis zu finden. Es entsteht der Eindruck: Wenn man nicht klagt, ist man nicht "in".

Traurig werde ich immer, wenn ich Menschen begegne, die alles beklagen - ob Sonne oder Regen, ob Freude oder Leid. Es wird geklagt, das ist der Lebensinhalt. Man hat den Eindruck, das Leben dieser Menschen ist wirklich "nur noch ein Hauch".

Hiob durchlebte etwas, was nicht zu begreifen war. Es wäre traurig, wenn wir uns auch in die Reihe der Klagenden einreihen würden. Wir dürfen jeden Morgen neu die gütige Hand des Vaters erfahren, auch dann, wenn es uns einmal nicht so gut geht. Er lädt uns ein: "Kommt her zu mir alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben." (Mt 11,28 EB)

Das ist eine Einladung und Herausforderung zugleich. Unser Vater im Himmel will nicht, dass wir unter der Last zu einem "Hauch" werden. Er will uns die Last tragen helfen. Selbst Hiob kam zu dem Schluss: "Ich habe erkannt, dass du alles vermagst und kein Plan für dich unausführbar ist." (Hiob 42,2 EB)

Oft lassen wir uns von den Alltagssorgen so gefangen nehmen, dass unser Blick für das Wunderbare verschleiert ist. Herr hilf uns, dass wir deine Güte und Liebe heute wieder ganz persönlich erfahren!

Reinhold Schwalm

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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