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Andacht vom 03.08.2009:

Schwanger mit 90?

Und Gott sprach abermals zu Abraham: Du sollst Sarai, deine Frau, nicht mehr Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein. Denn ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; ich will sie segnen, und Völker sollen aus ihr werden und Könige über viele Völker. Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Soll mir mit hundert Jahren ein Kind geboren werden, und soll Sara, neunzig Jahre alt, gebären? 1. Mose 17,15-17

Was Abraham hier erfährt, erscheint ihm so absurd, dass er sich das Lachen nicht verkneifen kann: Sara, 90-jährig, soll endlich ein Kind bekommen. Es ist nicht das erste Mal, dass es um den ersehnten Nachkommen geht. Abraham hatte Gott schon oft darum gebeten, Sara ein Kind zu schenken.

Ich versuche mir vorzustellen, wie sich das Ehepaar - jeder für sich, aber wohl auch gemeinsam - immer wieder an Gott gewandt hat. Manchmal mögen die Gebete vertrauensvoll und zuversichtlich gewesen sein, dann aber auch wieder resigniert, verzweifelt oder gar anklagend. Gott hatte mit konkreten Zusagen und Verheißungen geantwortet, aber geschehen war nichts. Für Sara waren es sicher bittere und enttäuschende Momente, wenn sie feststellte, dass sie wieder nicht schwanger war. Jahrelang nichts als Fehlanzeigen! Ihr Lebenstraum, Abraham einen Erben zu schenken, schien sich nicht zu erfüllen. Schließlich hatte sie keine Kraft mehr, auf das Unwahrscheinliche zu hoffen, und kam zu dem Schluss, dass sich Gottes Zusage niemals erfüllen würde (1 Mo 16,2).

In einem Film, den ich vor einiger Zeit sah, hieß es im Zusammenhang mit geplatzten Lebensträumen: "Wie bringst du Gott zum Lachen? Indem du ihm von deinen Plänen erzählst." Das brachte mich zum Nachdenken. Wie reagiert Gott auf meine Wünsche? Lacht er über mich? Oder sieht er die manchmal hinter törichten Plänen versteckten Sehnsüchte? Und wie reagiere ich auf seine Pläne oder sein Handeln, das manchmal im Widerspruch zu seinen Verheißungen zu stehen scheint? Glaube ich daran, dass er es gut mit mir meint und mich liebt? Vertraue ich darauf, dass seine Macht und Weisheit groß genug sind, auch das Unmögliche möglich zu machen?

Als Gott Abraham seine Pläne unterbreitete, musste dieser lachen - und Sara lachte auch. Erst vielleicht bitter, dann ungläubig, aber schließlich froh und dankbar. Bei Isaaks Geburt rief sie jedenfalls aus: "Gott lässt mich wieder lachen!" (1 Mo 21,6 Hfa)

Sandra Wagner

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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