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Andacht vom 14.11.2009:

Eine Frage der - Gewohnheit!

Gewöhne einen Knaben an seinen Weg, so lässt er auch nicht davon, wenn er alt wird. Sprüche 22,6

Zählt jemand die Mächte und Gewalten auf, die unsere Welt und das Leben beherrschen, so werden leider oft zuerst Gewaltanwendung, Hass, Terror oder Sünde genannt - hoffentlich aber auch Treue und Liebe. Eine Macht aber wird leicht unterschätzt oder ganz übersehen: die Gewohnheit. Salomo war davon überzeugt, dass anerzogene Gewohnheiten das Leben eines Menschen bis ins Alter prägen.

Auf der Suche nach einer treffenden Definition des Begriffes "Gewohnheit" stieß ich auf folgende: "Gewohnheit ist eine angenommene Weise, etwas zu tun oder zu leiden, die aus diesem Tun oder Leiden entsteht." Meine eigene Erklärung ist etwas knapper: Eine Gewohnheit hat bei mir Wohnrecht, weil ich sie eingeladen habe. Man kann sich ja so manche, auch seltsame Dinge, zur Gepflogenheit machen. An negativen Gewohnheiten nennt 2. Chronik 35,25 zum Beispiel das Klagen: "Und das wurde zum festen Brauch in Israel." Dieser Text erinnert mich an eine Redensart, die ich als Dorfkind aufgeschnappt habe: "Ein Bauer, der nicht klagt, ist kein richtiger Bauer." Offensichtlich hat er's dann vom Vater (nicht) gelernt.

Eine unschöne Gewohnheit ist die Nachrede. Kaum haben sich Gäste verabschiedet, werden sie "gegrillt". In Gruppen gilt zuweilen die Rede: "Wenn XY da ist, können wir anfangen." Zu spät aufbrechen kann auch eine Angewohnheit sein. Zu spät Kommende zählen bei Gottesdiensten leicht zu den Segensräubern - ohne es zu wollen und zu erkennen. Oder ein anderes Beispiel: Rauchern, die sich diese Leidenschaft abgewöhnen wollen, wird geraten, einen bestimmten Sessel zu meiden. Er würde sie zum Rückfall verführen, weil sie es sich angewöhnt hätten, dort zu "zündeln".

Zum Glück gibt es aber auch viele gute Gewohnheiten. Höflichkeit, Dankbarkeit, Rücksichtnahme oder Umsicht sind erlernbar. Zur Selbstprüfung können wir uns die Frage stellen: Gehe ich nur noch aus Gewohnheit zum Gottesdienst? oder: Ist mein Tischgebet bereits zur Routine degeneriert? Jeder muss sich selbst fragen, worin er zum "Gewohnheitstier" geworden sein könnte. Abgewöhnen oder Umgewöhnen ist nicht unmöglich (2 Kor 5,17).

Auch die tägliche Andacht gehört zu den guten und Gewinn bringenden Gewohnheiten.

Felix Schönfeld

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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