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Andacht vom 18.11.2009:

Ein ewiger(?) Kreislauf

Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. 1. Mose 8,22

Vor einiger Zeit erlitt mein damals 85-jähriger Vater einen Schlaganfall. Seitdem wird er in einem Pflegeheim rund um die Uhr versorgt. Die Ärzte sagen, dass er nie wieder der Alte sein wird. Ohne fremde Hilfe kann er weder sitzen noch essen, und er spricht kaum noch. Aber er erkennt mich und freut sich jedes Mal, wenn ich ihn besuche.

Kurz vor seinem Schlaganfall wurde meine Frau schwanger. Während das Lebenslicht meines Vaters zu erlöschen begann, reifte gleichzeitig neues Leben in ihr heran. In dieser Zeit erlebte ich ein Wechselbad der Gefühle: Traurigkeit und Mitleid auf der einen, Vorfreude und Spannung auf der anderen Seite. Neun Monate später brachte meine Frau unseren Sohn zur Welt.

Leben entsteht - Leben vergeht. So hat Gott es für diese Welt vorgesehen. Es gibt Kreisläufe und Gesetzmäßigkeiten, die wir Menschen nicht grundsätzlich ändern können. Dazu gehören die im Andachtstext genannten Jahreszeiten, Erntezyklen und Tag-Nacht-Wechsel, die ihre Ursache in der Drehung der Erde um sich selbst und um die Sonne haben. Aber auch die Unabänderlichkeit des Todes und das Wunder eines neuen Lebens gehören dazu.

Als junger Mensch wischte ich diese Gegebenheiten einfach beiseite. Wer will sich schon in der "Blüte der Jahre" seiner Vergänglichkeit bewusst werden? Der Schlaganfall meines Vaters und die Schwangerschaft meiner Frau erinnerten mich daran, dass ich nicht "über den Dingen" stehe, sondern zu Gottes Schöpfung gehöre und ihren Regeln unterworfen bin.

Auf dieser Welt sind wir alle gleich - lebendig und trotzdem dem Tode geweiht; als Säuglinge schwach und hilflos und als Greise wieder. Doch einer kam, um diesen Kreislauf zu durchbrechen: Jesus Christus, unser Schöpfer und Erlöser. Er besiegte den Tod und bietet jedem Menschen ewiges Leben in seiner Gemeinschaft an. Jesus steht tatsächlich "über den Dingen". Wenn ich ihm mein Leben anvertraue, zeigt er mir den Sinn, der über die natürlichen Kreisläufe des Lebens hinausreicht. Nicht umsonst betete Mose: "Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden." (Ps 90,12) Treffen wir also eine kluge Entscheidung und sagen Ja zu Jesus.

Thomas Lobitz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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