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Andacht vom 05.03.2010:

Es kam aber eine Hungersnot in das Land. Da zog Abram hinab nach Ägypten, dass er sich dort als ein Fremdling aufhielte; denn der Hunger war groß im Lande. 1. Mose 12,10

Vor einiger Zeit machten meine Frau und ich eine sechstägige Fastenzeit. Eigentlich wollten wir sieben Tage durchhalten, aber es reichte uns. Schon in so kurzer Zeit verspürten wir, welche Folgen Hunger mit sich bringt. Die körperliche Leistungsfähigkeit nahm ab und es gab Stunden, in denen der Hunger richtig weh tat.

Rückblickend hat uns der längere Verzicht auf Speise zwar einen erheblichen Gewinn gebracht, doch eigentlich erschien mir die ganze Sache eher wie ein Spiel. Denn wenn es schwierig wird, kann man aussteigen und sich wieder über Suppe und feste Nahrung freuen.

Das hatte Abraham damals anders erlebt. Ihm knurrte nicht nur der Magen, sondern die Vorräte waren aufgebraucht. Auf den Feldern stand nur vertrocknetes Getreide und nirgends gab es etwas Essbares zu kaufen. So sah die Zukunft düster aus. Wer es konnte, setzte sich über die Grenze in das fruchtbare Land am Nil ab, um sein Leben zu retten.

Bis heute ist Hunger eine furchtbare Geißel der Menschen. Wer es sich noch leisten kann, nimmt weite Wege in Kauf, um Essbares zu kaufen. Hungernde tauschen ihre letzten Habseligkeiten ein, um sich wieder einmal satt zu essen. Doch die meisten Armen dieser Welt haben nichts zu bieten.

Es gibt viele Organisationen, die versuchen, weltweit den Hunger zu bekämpfen. Längere Zeit wurden zählbare Ergebnisse erzielt. Inzwischen verschärft sich die Lage in vielen Ländern wieder. Oftmals sind die politischen Zustände oder Misswirtschaft die Ursache.

Was können wir angesichts dieser Entwicklung tun? Meine Frau und ich haben unsere sechstägige "Hunger-Erfahrung" ausgewertet und sind zu dem Schluss gekommen, regelmäßig einen Tag auf Essen zu verzichten. Das dabei eingesparte Geld wollen wir zurücklegen, um es am Jahresende hungernden Menschen zugute kommen zu lassen.

Damit können wir den Hunger in der Welt nicht messbar lindern. Vielleicht reicht es aber aus, zwei Menschen irgendwo in der Welt zu helfen, satt zu werden. Schon dafür hätte sich der Verzicht gelohnt.

Wilfried Krause

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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