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Andacht vom 03.04.2010:

Gott spricht in der Heiligen Schrift: "Bei mir zählt nicht die Weisheit der Welt, nicht die Klugheit der Klugen. Ich werde sie verwerfen." Was aber haben sie dann noch zu sagen, all diese Philosophen, die Kenner der heiligen Schriften, die redegewandten Leute dieser Welt? Hat Gott ihre Weisheiten nicht als Unsinn entlarvt? 1. Korinther 1,18-20 (Hoffnung für alle)

Wir Menschen lassen uns häufig von akademischen Titeln und Auszeichnungen beeindrucken, Gott aber überhaupt nicht, denn er kennt die Herzen und die Beweggründe. Und weil er nicht auf unser Können und Wissen angewiesen ist, sondern viel mehr Wert auf Ehrlichkeit, vorbehaltloses Vertrauen und Treue legt, übergeht er manchmal die Gebildeten und wählt stattdessen die Unscheinbaren.

Die obige Aussage von Paulus kam mir in den Sinn, als ich über Gerhard Tersteegen nachdachte. Er wurde am 25. November 1697 in Moers geboren und starb am 3. APRIL 1769 - also heute vor 240 Jahren - in Mülheim an der Ruhr. Viele Leser werden ihn kaum kennen, dafür umso besser die von ihm verfassten Lieder, zum Beispiel "Ich bete an die Macht der Liebe" oder "Gott ist gegenwärtig".

Tersteegen, der in einem gläubigen Elternhaus aufwuchs, verlor seinen Vater im Alter von sechs fahren. Deshalb konnte er nicht studieren, obwohl er ein begabter Schüler war. Mit 16 lernte er den Beruf eines Kaufmanns und mit 22 machte er sich als Bandweber selbstständig. Das bedeutete viel Arbeit in verkrümmter Haltung vor dem Webstuhl, gab ihm aber die Möglichkeit, viel zu lesen und sich weiterzubilden, bis er mit 31 Jahren diesen Beruf aufgab, um als Prediger in Scheunen und Schuppen die Bibel auszulegen. In seinem ganzen Leben stieg er nur einmal auf eine Kanzel. Nebenbei setzte er sich für Kranke und Hilfsbedürftige ein und nutzte dabei seine Kenntnisse über die heilende Wirkung natürlicher Hausmittel, die er sich im Eigenstudium beigebracht hatte.

Gerhard Tersteegen lebte äußerst bescheiden in einer einfachen Hütte und schöpfte aus der Stille die Kraft für seine Verkündigung und auch für seine Dichtung, sodass aus ihm einer der herausragenden Vertreter des Pietismus im 18. Jahrhundert wurde. Wie innig er mit Jesus lebte, davon zeugt die vierte Strophe seines Liedes "Ich bete an die Macht der Liebe": "O Jesu, dass dein Name bliebe im Grunde tief gedrückt ein ... Macht deine süße Jesusliebe in Herz und Sinn gepräget sein! Im Wort, im Werk und allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen!" (Wir loben Gott, Nr. 63).

Eli Diez-Prida

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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