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Andacht vom 24.07.2010:

Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende. Matthäus 9,37.38

Es war Hochsommer, als unser Nachbar in meiner donauschwäbischen Heimat wieder einmal die Weizenernte einbrachte. Einige Tage später wurde eine Dreschmaschine auf seinen Hof gefahren. Von allen Seiten der Nachbarschaft kamen dann unaufgefordert Männer und Frauen, um zu helfen. Es gehörte zur Gewohnheit der Menschen damals, den Bauern bei der Ernte zu helfen. Es gab niemanden, der Anweisungen gab, doch jeder sah seine Aufgabe dort, wo gerade eine Hand gebraucht wurde.

Als die Dreschmaschine anlief, war der Hof in wenigen Minuten in eine große Staubwolke gehüllt. Währenddessen waren mehrere Frauen in der Küche damit beschäftigt, das Mittagessen zuzubereiten. Danach setzten sich alle unter einem Maulbeerbaum an einen langen, reich gedeckten Tisch. Man hörte an der lebhaften und fröhlichen Unterhaltung, dass sich in dieser Gemeinschaft alle wohlfühlten, trotz der schweren Arbeit.

Als Jesus auf dieser Erde lebte, erzählte er mehrere Gleichnisse über das Säen und Ernten. "Der Same ist das Wort Gottes", erklärte er (Lk 8,11). Der gute Boden ist das Herz eines Menschen, in dem die Botschaft Jesu durch den Glauben Aufnahme findet, wächst und vielfache Frucht hervorbringt (Mt 13,23). Dazu ist erforderlich, dass wir uns mit dem Wort Gottes beschäftigen, das wir gehört haben, und es in unserem Herzen bewegen, damit wir eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen und danach handeln. Die Folge davon wird eine Veränderung sein, die in unserem Charakter als Frucht sichtbar werden wird (Gal 5,22).

In einem Gleichnis ist die Ernte das "Ende der Welt", an dem die Engel die Garben einsammeln (Mt 13,30.39), aber im zitierten Andachtstext, "Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter" (Mt 9,37), hat Jesus etwas anderes vor Augen: seine Nachfolger als Helfer bei der Ernte. Sind wir dazu ähnlich unaufgefordert bereit wie einst die Nachbarn in meiner alten Heimat?

Eines ist sicher: Wer bei der Ernte hilft, hat zwar einiges zu tun und die Arbeit ist nicht immer leicht, aber er wird auch große Freude erleben und selbst geistlich wachsen. Jesus erklärte seinen Jüngern: "Er, der sie einbringt, erhält schon jetzt seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben. Er freut sich zur gleichen Zeit wie der, der gesät hat." (Joh 4,36 GNB)

Adam Schiller

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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