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Andacht vom 27.07.2010:

Schwere Schuld drückt uns zu Boden; doch trotz unserer Untreue wirst du uns vergeben. Psalm 65,4 (Hoffnung für alle)

Vor einiger Zeit ereignete sich in einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt ein schwerer Unfall. Ein Feuerwehrfahrzeug auf dem Weg zum Einsatz stieß mit einem PKW zusammen. Die beiden Fahrer überlebten, aber vier Feuerwehrleute fanden den Tod. Die Unfallursache war schnell gefunden: überhöhte Geschwindigkeit beider Fahrzeuge. Trotz des Notfalls hätte der Fahrer des Feuerwehrautos langsam auf die Kreuzung zufahren müssen. Und die PKW-Fahrerin hätte trotz ihres Vorfahrtsrechts wachsam sein und die Feuerwehr passieren lassen müssen.

Die Strafe für beide Unfallverursacher mag gering ausgefallen sein, doch die zu verarbeitende Schuld bleibt. Sie ist in der Regel nicht durch das Abgelten einer juristischen Strafe erledigt. Beide müssen mit ihrer Schuld zurechtkommen.

Häufig ist es so, dass nicht bewältigte Schuld zu Angstzuständen und Depressionen führt, manchmal sogar zum Selbstmord. Psychologische und seelsorgerische Hilfe ist vielfach notwendig, damit die Betroffenen ihre Schuld verarbeiten können.

Dieser Unfall ist ein markantes Beispiel, wie schnell wir tief in Schuld geraten können. Und obwohl Ereignisse jahrelang zurückliegen, trifft uns der Gedanke daran manchmal wieder bis ins Mark. Am liebsten möchten wir alles ungeschehen machen. Manchmal können wir uns selbst nicht vergeben.

"Schwere Schuld drückt uns zu Boden" - das war auch die Erfahrung Davids (Ps 65,4 Hfa). Doch er hatte ebenso erlebt, dass Gott Schuld vergibt, so schwer sie auch sein mag (siehe Ps 32 und 51). Gott ist immer bereit, uns zu vergeben, wenn wir ihm reuevoll unsere Sünde bekennen. Unsere Schuld, so mächtig sie uns erscheint, hat er durch Christus ans Kreuz genagelt. Vergebung bedeutet: Unsere Schuld ist gesühnt, die verdiente Strafe ist uns erlassen. Gott hat sie aus seinen Berichtsbüchern gestrichen.

Plagt dich dein Gewissen? Johannes versichert: "Auch wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott größer ist als unser Gewissen. Er kennt uns ganz genau." (1 Joh 3,20 Hfa) Nimm Gott beim Wort: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erfüllt Gott seine Zusage treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen." (1 Joh 1,9 Hfa) Vertraue ihm, auch wenn du es nicht fühlst, denn Gottes Vergebung ist eine Tatsache. Und Tatsachen sind unabhängig von unseren Gefühlen!

Roland Nickel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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