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Andacht vom 05.08.2010:

So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Kolosser 3,12.13

Als ich vor einiger Zeit durch unser Stadtviertel ging, sah ich an einer Kreuzung eine Frau stehen, die mit beiden Händen ein Stoffplakat schwenkte. Darauf stand der Name einer Frau geschrieben und darunter in roter Schrift "Lügnerin". Das war eine ungewöhnliche Art, Rache zu üben. Möglichst viele Leute sollten erfahren, welch schlechter Mensch jene Frau war. Aber wenn man das Leben der Frau, die sich auf diese Weise rächte, unter die Lupe nehmen würde, wäre sie ohne Tadel?

Die Welt ist voller Hass - Rassenhass, Fremdenhass, Klassenhass und Vieles mehr. Streitigkeiten, Kriege und Grausamkeiten hören nicht auf. Immer häufiger hört man von Mobbing am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und an Schulen.

Und wir, die wir friedlich leben wollen? Reagieren wir vielleicht gereizt, sobald uns jemand lieblos und verächtlich behandelt? Eine solche Reaktion kann mehr oder weniger heftig sein. Manchmal ist es dann mit dem guten Verhältnis zueinander vorbei.

Wen forderte der Apostel Paulus eigentlich auf, sich zu er- und vertragen und einander zu vergeben? Die "Auserwählten Gottes, die Heiligen und Geliebten"! Sollten sie nicht eigentlich wissen, worauf es ankommt? Aber wie schnell geht unsere alte Natur mit uns Christen durch, wenn wir herausgefordert werden.

Was ist zu tun, wenn wir uns beleidigt und falsch behandelt fühlen? Keineswegs auf die Entschuldigung des andern warten, sondern im Gebet Gott um die Kraft bitten, vergeben zu können! Müssen wir dann darum fürchten, dass unsere Selbstachtung aufgerieben wird? Niemals! Wir sind in der Tat Geliebte Gottes! Was kann es Besseres geben?

Jesus hat mit ernsten Worten unsere Vergebungsbereitschaft angemahnt (Mt 6,14.15). Das Großartige ist, dass wir auf diesem Wege Wunder erleben können. Bitte den Herrn, dass du dich selbst überwinden kannst, und begegne auch dem, der dich nicht achtet, mit Freundlichkeit und Geduld. Damit ist keine Anbiederung gemeint, sondern die Überzeugung, dass wir alle der Vergebung Gottes bedürfen. Nicht selten sind auf diesem Wege aus Feinden Freunde geworden.

Konrad Edel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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