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Andacht vom 31.08.2010:

Schließlich kam ein Reisender aus Samarien. Als er den Überfallenen sah, ergriff ihn das Mitleid. Er ging zu ihm hin, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann setzte er ihn auf sein eigenes Reittier und brachte ihn in das nächste Gasthaus, wo er sich weiter um ihn kümmerte. Am anderen Tag zog er seinen Geldbeutel heraus, gab dem Wirt zwei Silberstücke und sagte: "Pflege ihn! Wenn du noch mehr brauchst, will ich es dir bezahlen, wenn ich zurückkomme." Lukas 10,33-35 (Gute Nachricht Bibel)

Wie oft sehen wir notleidende, hilfsbedürftige Menschen! Wenn wir die Zeit und die Kraft hätten, könnten manche von uns anderen rund um die Uhr ein Samariter sein. Es gibt einige, die anscheinend völlig selbstlos, voller Hingabe und Begeisterung immer für andere da sein können. Solche Menschen beeindrucken mich immer wieder, aber ihre Opferbereitschaft löst bei mir auch oft ein schlechtes Gewissen aus. Helfe ich wirklich genug? Bin ich nicht noch zu egoistisch?

Manchmal bin ich auch verunsichert: Worauf lasse ich mich beim Helfen ein? Kann ich über einen gewissen Zeitraum einen Menschen begleiten, der in Not ist, und mich dann wieder zurückziehen, ohne dass derjenige den Boden unter den Füßen verliert?

Viele Helfer erkennen ihre Grenzen leider erst dann, wenn ihnen die Kraft ausgegangen ist und sie erschöpft und ausgelaugt sind. So weit sollten sie es nicht kommen lassen.

Der barmherzige Samariter hat die Not des verletzten Mannes gesehen und ging nicht an ihm vorüber, sondern kümmerte sich um ihn. Einen Tag und eine Nacht hat er ihn gepflegt und ihn dann in die Obhut des Wirtes der Herberge gegeben, um weiter seines Weges zu ziehen. Der Samariter hat seine eigenen Bedürfnisse nicht vergessen, sondern eine andere Person in das "Hilfsprogramm" einbezogen.

Gott möchte uns dabei helfen, einen Blick für die Not anderer Menschen zu bekommen und die Hilfe zu leisten, die uns möglich ist, ohne uns selbst zu überfordern. Dann werden wir auch davor bewahrt bleiben, vor lauter Opferbereitschaft selbst zum Opfer zu werden. Wir dürfen auch den Mut haben, dem anderen freundlich und einfühlsam zu sagen: "Mir fehlt momentan leider die Kraft und Zeit, mich um dich zu kümmern, aber ich werde für dich beten und alles dafür tun, damit dir von anderen geholfen werden kann." Entscheidend ist die Einstellung, den Nächsten zu lieben (Lk 10,27.28).

Gabriele Baur

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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