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Andacht vom 19.09.2010:

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden. Rut 1,16b.17

Dieser Bibeltext wird häufig als Trautext gewünscht. Natürlich ist es gut, wenn Eheleute sich bis an ihr Lebensende treu bleiben wollen. Aber diese Aussage beschreibt eigentlich das Verhältnis einer jungen Frau zu ihrer Schwiegermutter.

Die hieß Noomi und war wegen einer Hungersnot mit ihrem Mann Elimelech aus Bethlehem in das Land der Moabiter gezogen. Die beiden hatten zwei Söhne, die ihre Eltern begleiteten, und dort die Moabiterinnen Orpa und Rut heirateten. Doch alle drei Männer starben. Die Mutter und die Schwiegertöchter hatten nun keinen Ernährer mehr. Da es keine soziale Absicherung gab, war das ein schwerer Schlag.

Daher entschloss sich Noomi, wieder in das Land ihrer Väter zurückzukehren. Ihren Schwiegertöchtern stellte sie frei zu bleiben. Diese aber hatten Noomi liebgewonnen. Orpa entschloss sich am Ende doch zurückzubleiben, aber Rut wollte unbedingt mit ihrer Schwiegermutter gehen und begründete das mit den oben angeführten Worten.

Noomi und Rut waren zwei Frauen, die von ihrer Tradition her unterschiedlichen Religionen angehörten. Daher ist es sehr bemerkenswert, dass sich Rut dazu entschloss, dem Gott ihrer Schwiegermutter zu dienen. Diese musste ihr glaubwürdig vorgelebt haben, was es bedeutete, dem wahren Gott gehorsam zu sein. Und das nicht nur in guten Zeiten, sondern gerade und erst recht nach dem Verlust ihres Mannes und ihrer beiden Söhne. Das war Mission auf höchstem Niveau - Mission durch Vorbild und Zeugnis.

Immer wieder wird von Ungläubigen beklagt, dass ihnen das Leben der Christen wenig vorbildlich vorkommt. Einige benutzen das gern als Ausrede für ihre Flucht vor der Entscheidung für Jesus. Aber leider ist die Kritik in vielen Fällen auch berechtigt.

Wie großartig ist es, das Gegenteil zu erfahren! Es gibt viele Christen, die - ohne viel Aufhebens zu machen - das Evangelium so in die Realität des Alltags umsetzen, dass andere das unbedingt auch erfahren wollen.

Möge Gott mich und dich als Glaubensvermittler einsetzen können, damit Menschen zu ihm finden und Gott verherrlicht wird!

Josef Butscher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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