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Andacht vom 27.10.2010:

Macht Ernst damit - und das erst recht, weil ihr wisst, was die Stunde geschlagen hat! Es ist Zeit für euch, aus dem Schlaf aufzuwachen. Denn unsere endgültige Rettung ist nahe; sie ist uns jetzt näher als damals, als wir zum Glauben kamen. Römer 13,11 (Gute Nachricht Bibel)

Levi Jizchak hatte gegen den Willen seines Schwiegervaters eine Fahrt zu Rabbi Schmelke unternommen. Als Levi zurückkam, herrschte der Schwiegervater ihn an: "Na, was hast du schon bei ihm gelernt?" "Ich habe gelernt", antwortete Levi, "dass Gott der Schöpfer der Welt ist." Da rief der Alte einen seiner Diener herbei und fragte ihn: "Ist dir bekannt, dass Gott der Schöpfer der Welt ist?" "Ja!", antwortete der Diener artig. "Nun", wandte sich der Alte wieder an Levi, "du siehst, das kann dir jeder sagen." "Freilich", antwortete Levi, "alle sagen es, aber lernen sie es auch?"

Diese kleine Erzählung des jüdischen Gelehrten Martin Buber erscheint mir auch für unsere Glaubenserfahrung bedeutsam zu sein. Wer dem Wort Gottes glaubt, kennt seine Botschaft. Er ist überzeugt, dass Gott der Schöpfer der Welt ist, er weiß über die Opfertat Jesu und seine Wiederkunft Bescheid. In fast jedem Gottesdienst reden wir davon. Aber wie zeigt sich dieses Wissen im Alltag? Entsteht ein Lernprozess, der in unserem Leben eine verändernde Wirkung hat?

Paulus macht in der zitierten Aussage deutlich, dass wir nicht weitermachen können wie bisher. Es gilt, aus dem geistlichen Schlaf aufzuwachen, weil die Wiederkunft Jesu immer näher kommt.

Wenn ich auf das schaue, was in der Welt geschieht, habe ich viel Grund zur Angst und zum Klagen. Schaue ich auf mich und auf die Gemeinde, sehe ich viel Unvollkommenes. Woher nehme ich da die Kraft und die Hoffnung für den neuen Tag und die Zukunft?

Paulus schrieb: "Denn jetzt ist unsere Erlösung näher." (Röm 13,11c EB) Er meinte hier nicht das Heil durch Christus, das in der Taufe bezeugt wird, sondern dessen Vollendung bei seiner Wiederkunft. Sie ist nahe! Zeit und Stunde wissen wir nicht, aber bei allem, was wir tun - so unvollkommen es auch sein mag -, gilt: Die Vollendung ist nahe.

Gott wird alles, was wir nicht vermögen und was wir (zu Recht) beklagen, einmal gutmachen. Darauf dürfen wir vertrauen. Wie viel leichter wird die tägliche Mühe, wenn wir uns das vor Augen führen! Nehmen wir das ernst, dann werden wir so leben, wie "es zum hellen Tag passt" (V. 13 GNB).

Lothar Wilhelm

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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