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Andacht vom 02.02.2011:

Denk schon als junger Mensch an deinen Schöpfer, bevor die beschwerlichen Tage kommen und die Jahre näher rücken, in denen du keine Freude mehr am Leben hast. Prediger 12,1 (Hoffnung für alle)

Studien belegen es: Die Lebenserwartung ist in den letzten Jahrzehnten in Deutschland erheblich gestiegen. Die Menschen werden zunehmend älter. Auch in Zukunft setzt sich dieser Trend fort. Im Jahr 2050 wird eine Frau im Durchschnitt 86 Jahre alt, ein Mann 80.

Doch was bedeutet es für uns, so alt zu werden? Ist das Altwerden ein Glück, eine Chance, mehr Lebensjahre genießen zu können? Oder ist es geprägt von Krankheiten, vom Alleinsein und von Niedergeschlagenheit? Vor allem eine schwere Bürde, die es zu tragen gilt, oder eine Zeit ohne Freude, wie Salomo in dem Andachtstext meint?

Das hängt von den Umständen und der Sicht des Einzelnen ab. Das Alter ist die dritte Stufe des Lebens und hat wie alle anderen Daseinsstufen ein eigenes Gesicht, eine eigene Atmosphäre, eigene Freuden und Nöte. Wir Alten mit den grauen oder weißen Haaren haben gleich den Jüngeren bestimmte Aufgaben, die unserem Leben Sinn geben. Altsein ist ebenso wichtig wie Jungsein. Das scheint angesichts des modernen Jugendlichkeitswahns mehr und mehr in Vergessenheit geraten zu sein.

Ein alter Mensch, der das Altsein und die "Todesnähe" nur fürchtet oder gar hasst, ist kein würdiger Vertreter seiner Lebensphase. Um das Altwerden und Altsein als Chance begreifen zu können, muss man aufhören, es als prinzipielle Abbauphase und unabänderliche Sackgasse aufzufassen. Jeder Lebensabschnitt hat seinen eigenen Sinn und seine eigene Wertigkeit. Sie ist nicht nur an Jahre, sondern auch an Einstellungen gebunden. "Wahre Jugend zu bewahren heißt vor allem, Freude an der eigenen Körperlichkeit, Freude an der eigenen Geistigkeit, Liebe als enge persönliche sowie soziale Verbundenheit, frohes Bejahen von Natur, Welt und Gott und überall Hoffnung und Zuversicht finden." (Gerhart Hauptmann)

Aus christlicher Sicht ist das Alter nicht der fünfte Akt einer Tragödie, nach dem der Vorhang fällt und alles zu Ende ist. Es gleicht vielmehr den letzten Takten einer Ouvertüre: In wenigen Augenblicken wird der Vorhang aufgehen, es wird hell auf der Bühne - das Eigentliche beginnt!

Günther Hampel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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