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Andacht vom 23.02.2011:

Und alsbald trieb Jesus seine Jünger, in das Boot zu steigen und vor ihm hinüberzufahren, bis er das Volk gehen ließe. Matthäus 14,22

Wer von uns hegt keine Lieblingswünsche für seinen Lebensweg? Wir schmieden Pläne und hoffen, dass Gott sein Ja dazu geben wird, und stellen uns vor, wie es sein wird, wenn sie Wirklichkeit werden würden. Wünsche und Pläne haben wir nicht nur für unser Leben oder das unserer Familie, sondern auch für die Gemeinde, die uns am Herzen liegt.

So erging es auch den Jüngern Jesu. Hinter ihnen lag ein großartiges Erlebnis. Jesus hatte gerade mehr als 5000 Menschen satt gemacht, obwohl anfangs nur fünf Brote und zwei Fische vorhanden waren. Begeistert waren auch all die, die an diesem Tage gesättigt wurden. In Jesus sahen sie nicht nur einen von Gott gesandten Propheten, sondern vor allem den, der alle ihre sozialen Probleme lösen konnte. Spontan wollten sie ihn zu ihrem König machen (Joh 6,14.15).

Die Jünger hatten sich in seine Nachfolge rufen lassen, weil sie erwarteten, dass Jesus das Reich für Israel wieder aufrichten würde. Nun sahen sie sich unmittelbar vor dem Ziel. Jetzt kam es darauf an, Nägel mit Köpfen zu machen. Die Stunde war gekommen, um gemeinsam mit ihm die Herrschaft in Palästina zu übernehmen.

Doch Jesus wusste, dass der Weg der Erlösung allein über das Kreuz von Golgatha führt. So musste er einen radikalen Strich durch die Wunschvorstellungen der Jünger machen und sie auf der Stelle wegschicken. In dieser Situation konnte er ihnen weder eine lange Erklärung geben noch sich auf große Diskussionen einlassen. Wörtlich heißt es im biblischen Bericht: "auf der Stelle", sogleich und ohne Widerrede. Jesus musste sie geradezu treiben, "in das Boot zu steigen", damit sie ans andere Ufer des Sees hinüberfuhren (Mt 14,22). Das hier im Bericht des Matthäus gebrauchte Verb bedeutet so viel wie "zwingen". So hart musste Jesus in dieser Situation gegenüber seinen Jüngern auftreten.

Mitunter haben auch wir schon erlebt, dass er unsere "frommen" Wunschträume zerbrochen hat, weil er etwas Wichtigeres mit uns oder mit unserer Gemeinde vorhatte. An Jesus glauben heißt, gerade dann, wenn es sein Wille ist, mit ihm in ganz neue Regionen aufzubrechen, auch wenn wir den Sinn nicht gleich erkennen können.

Herr, hilf mir, dir auch dann zu vertrauen, wenn äußerlich alles anders läuft, als ich es mir wünsche.

Manfred Böttcher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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