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Andacht vom 28.06.2011:

"Geh in Frieden", sagte Eli zu [Hanna], "der Gott Israels wird deine Bitte erfüllen." 1. Samuel 1,17 (Gute Nachricht Bibel)

Meine erste nachhaltige Gebetserfahrung machte ich in der achten Klasse. Weil der Sportunterricht in dem Schuljahr sabbats stattfand, wollte ich nicht daran teilnehmen. Kurz vor den Sommerferien fand das alljährliche Schulsportfest an einem Arbeitstag statt. Ich wollte so gern daran teilnehmen, aber je näher der Wettkampftag rückte, desto mulmiger wurde mir zumute. Wie würde ich abschneiden, wo ich doch vorher nie im Sportunterricht mittrainiert hatte?

Am Morgen des Sportfesttages kniete ich nieder und betete: "Lieber Gott, hilf mir und lass mich gut abschneiden." Die Teilnehmer und Kampfrichter - und ich selbst - waren sehr überrascht, als ich am Ende die höchste Punktzahl erreicht hatte. Gott hatte mein Gebet erhört und aus meiner großen Sorge wurde am Ende ein Sieg.

Viel schwerwiegender war Hannas Anliegen: Sie wünschte sich von Herzen Kinder, doch sie war anscheinend unfruchtbar. Zu ihrem Kummer kamen noch die Sticheleien von der Zweitfrau ihres Mannes, die ihm Kinder geboren hatte. Jedes Jahr, wenn die Familie zum Opferdienst nach Silo kam, stichelte sie, weil Hanna beim Opfermahl von ihrem Mann aus Respekt und als Trost das bessere Stück Fleisch erhielt (1 Sam 1,2-6).

Irgendwann war Hanna während des Opfermahls mit ihrer Kraft am Ende. Unter Tränen schleppte sie sich zum Eingang des Heiligtums, um dort Gott ihr Herz auszuschütten: "Herr, du Herrscher der Welt, sieh doch meine Schande und hilf mir! Vergiss mich nicht und schenk mir einen Sohn!" (1 Sam 1,11b GNB) Der Hohepriester Eli vermutete in ihr eine Betrunkene und rügte sie, doch dieses innige Gebet brachte die Wende in Hannas Leben. Unter dem Einfluss des Geistes Gottes sprach er unser Andachtswort. Ein Jahr später wurde ihr und Elkana ein Sohn geschenkt.

Hanna ist ein Beispiel, wie Gott auf Gebete antworten kann. Mit Sicherheit hatte Hanna vorher auch schon Gott ihr Herz ausgeschüttet und es dauerte, bis Gott sie erhörte. Da war ihre Freude umso größer.

Auch wenn unsere Wartezeiten uns oft zu lang vorkommen, sollten wir nie aufhören, immer wieder mit Gott zu sprechen. Er wird uns hören und zu seiner Zeit, so wie er es für uns richtig hält, auch erhören oder uns etwas Besseres geben.

Wilfried Krause

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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