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Andacht vom 05.08.2011:

So geh nun hin, ich will dich [Mose] zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst. 2. Mose 3,10

Was mag in Mose vorgegangen sein, als Gott dies zu ihm sagte? Vielleicht dachte er zurück an den Tag, der sein Leben vor Jahrzehnten so verändert hatte. Damals war er durch die Wohnorte der Israeliten in Ägypten gegangen und hatte das Leid und die Unterdrückung seines Volkes gesehen. Er meinte, recht zu handeln, als er einen Ägypter tötete, der einen Israeliten schlug. Da musste er fliehen (siehe 2 Mo 2,11-15). Seitdem hütete er die Schafherden seines Schwiegervaters in Midian - bereits 40 Jahre lang (2 Mo 3,1).

Einst hatte er die Vision im Kopf, Israel zu befreien. Nun war er in der Einöde: statt Retter seines Volkes nur Schafhirte. Wie oft mag er Gott nach dem Sinn des Ganzen gefragt haben? Für Mose rückte der Traum von der Befreiung Israels immer weiter in die Ferne. Die Zeit verging, doch nichts schien sich zu tun. War denn die Befreiung Israels nicht auch Gottes Ziel? Plötzlich stand Gott vor ihm und sprach ihn an - mitten in der Einöde aus einem Busch, der brannte, aber nicht verbrannte. Der Herr stellte sich ihm vor als der Gott seiner Väter und gab ihm den Auftrag, das Volk Israel aus Ägypten zu führen (siehe V. 2-10). Vielleicht hatte Mose diesen Traum schon längst begraben. Die Hoffnung flackerte neu auf und wurde zur Gewissheit: Gott wird eingreifen und sein Volk befreien.

Gott schenkt eine neue Perspektive. Bevor das geschieht, müssen wir oft warten. Wartezeit kann Reife bringen und uns auf die Aufgaben Gottes vorbereiten. Sie lässt uns Gott und seinen Willen besser kennenlernen, lehrt uns Geduld und treibt uns immer wieder auf die Knie. Die Hirtenzeit des Mose war seine Lehrzeit. Er ahnte nichts davon. So merken auch wir oft erst im Nachhinein, wozu so manches nützlich oder nötig war.

Hast du das selbst schon erlebt? Bist du vielleicht gerade in einer Art Wüste? Du wartest schon lange und hast die Hoffnung fast begraben? Gib deinen Traum nicht auf! Wenn es Gottes Wille ist, wird er sich erfüllen. Manchmal braucht das Zeit. Gott kennt keine Eile. Er verpasst nie den richtigen Zeitpunkt.

Moses Erfahrung ermutigt uns, geduldig auf Gottes Zeit zum Eingreifen zu warten und immer offen zu bleiben für einen überraschenden Auftrag Gottes!

Stephanie Keim

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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